Zuerst die Tomaten gründlich waschen und den Stielansatz entfernen. Anschließend die Tomaten grob in Stücke schneiden. Sie müssen nicht besonders klein sein, solange ein leistungsfähiger Mixer verwendet wird.
Die Basilikumblätter ebenfalls waschen und vorsichtig trocken tupfen. Beim Rosmarin die Nadeln vom Zweig streifen. Hier würde ich tatsächlich sparsam sein, denn Rosmarin hat einen deutlich kräftigeren Geschmack als Basilikum. Ein kleiner Zweig reicht vollkommen aus.
Die halbe Zitrone auspressen. Am besten zunächst etwas weniger Zitronensaft verwenden und später nach Geschmack ergänzen. Gerade sehr aromatische, süße Tomaten brauchen etwas mehr Säure, während säuerliche Tomatensorten mit weniger Zitrone auskommen.
Nun die Tomatenstücke zusammen mit Basilikum, Rosmarin, Zitronensaft und etwa 100 bis 120 ml kaltem Wasser in den Mixer geben. Wer den Tonic besonders kalt trinken möchte, kann einen Teil des Wassers durch einige Eiswürfel ersetzen.
Alles ungefähr 45 bis 60 Sekunden kräftig mixen, bis keine größeren Tomaten- oder Kräuterstücke mehr zu erkennen sind. Je länger gemixt wird, desto gleichmäßiger und cremiger wird die Konsistenz.
Jetzt kommt es darauf an, wie man seinen Tomaten-Tonic am liebsten mag. Ich persönlich lasse ihn gerne so, wie er aus dem Mixer kommt. Dadurch bleibt er etwas dickflüssiger und erinnert beinahe an einen sehr leichten Gemüse-Smoothie. Wer hingegen einen feinen, dünnflüssigen Saft bevorzugt, gießt die Mischung durch ein feines Küchensieb. Mit einem Löffel kann man die Flüssigkeit vorsichtig durch das Sieb drücken.
Zum Schluss mit einer kleinen Prise Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Wer es etwas kräftiger mag, gibt noch eine winzige Prise Cayennepfeffer dazu.
Den fertigen Tomaten-Basilikum-Tonic sofort in Gläser füllen oder vor dem Servieren noch 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Besonders gut schmeckt er richtig kalt. Ein paar Basilikumblätter oder eine dünne Zitronenscheibe machen sich als Garnitur ebenfalls schön.
So schmeckt er am besten
Entscheidend für dieses Rezept sind wirklich die Tomaten. Mit festen, eher wässrigen Wintertomaten funktioniert es zwar ebenfalls, aber der Geschmack ist längst nicht so intensiv. Ideal sind vollreife Tomaten, die bereits einen kräftigen Duft haben und leicht süßlich schmecken. Im Sommer und frühen Herbst ist deshalb die beste Zeit für dieses Rezept.
Auch beim Basilikum lohnt es sich, frische Blätter zu verwenden. Getrocknetes Basilikum würde ich für diesen Drink nicht empfehlen, weil das Aroma völlig anders ist. Beim Rosmarin hingegen gilt: lieber zu wenig als zu viel. Gibt man zu viele Rosmarinnadeln hinein, überdecken sie schnell den Geschmack der Tomaten.
Falls der Tonic nach dem Mixen zu dick ist, einfach schluckweise kaltes Wasser hinzufügen und nochmals kurz mixen. Ist er zu dünn geworden, kann eine weitere kleine Tomate helfen. Und wenn die Tomaten wenig Eigengeschmack haben, bringen etwas mehr Zitronensaft, Salz und Basilikum meistens schon deutlich mehr Aroma hinein.
Eine schöne Variante entsteht auch mit etwas Gurke. Dafür ungefähr ein Viertel einer Salatgurke zusammen mit den Tomaten pürieren. Der Drink wird dadurch leichter und noch erfrischender. Wer es würziger mag, kann dagegen eine kleine Prise Cayenne oder ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer verwenden.
Ich würde allerdings nicht zu viele zusätzliche Zutaten hineingeben. Gerade die Kombination aus Tomate und Basilikum ist hier das Entscheidende. Rosmarin und Zitrone sollen den Geschmack lediglich unterstützen und nicht überdecken.
Der Tonic lässt sich auch vorbereiten. In einer gut verschlossenen Flasche oder einem Glas kann man ihn einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Da sich die Bestandteile mit der Zeit etwas absetzen können, vor dem Trinken einfach kräftig umrühren oder die verschlossene Flasche kurz schütteln.
Für mich ist das vor allem ein schönes Rezept, wenn im Sommer wieder mehr Tomaten in der Küche liegen, als man für Salat und Soße verbrauchen kann. Statt sie liegen zu lassen, sind sie innerhalb weniger Minuten verarbeitet. Dazu braucht man weder ausgefallene Zutaten noch viel Vorbereitung – und genau solche unkomplizierten Rezepte mag ich im Alltag besonders gern.
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