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So bleibt Petersilie lange frisch – einfacher Vorratstrick für die Küche

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Zuerst die Petersilie gründlich durchsehen. Gelbe, welke oder bereits matschige Blätter sollten aussortiert werden. Je frischer die Kräuter bei der Verarbeitung sind, desto besser ist später das Ergebnis.

Die Petersilie in eine große Schüssel mit reichlich kaltem Wasser geben und vorsichtig mit den Händen bewegen. Dadurch lösen sich Erde, Sand und kleine Verschmutzungen.

Wer möchte, kann dem Wasser etwas Natron hinzufügen und die Kräuter einige Minuten darin liegen lassen. Danach müssen sie jedoch unbedingt noch einmal gründlich mit klarem, kaltem Wasser abgespült werden.

Anschließend kommt der wichtigste Schritt: Die Petersilie muss vollständig trocknen.

Ich breite sie dafür auf einem großen sauberen Küchentuch aus und tupfe sie zunächst vorsichtig trocken. Danach lasse ich sie noch eine Weile offen liegen. Zwischen den Blättern sollte möglichst keine Feuchtigkeit mehr vorhanden sein.

Dieser Schritt wird gerne übersprungen, macht aber einen großen Unterschied. Feuchte Kräuter verderben bei der Aufbewahrung wesentlich schneller und frieren außerdem zu einem großen festen Klumpen zusammen.

Variante 1: Petersilie im Kühlschrank aufbewahren

Wer die Petersilie innerhalb der nächsten Tage verwenden möchte, braucht sie nicht einzufrieren.

Die saubere und trockene Petersilie locker in einen Behälter oder ein großes Glas geben. Dabei nicht hineindrücken. Zwischen den Kräutern darf ruhig etwas Platz bleiben.

Ein Stück trockenes Küchenpapier kann zusätzlich überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen. Das Glas beziehungsweise den Behälter anschließend verschließen und in den Kühlschrank stellen.

Kontrolliert die Petersilie zwischendurch. Wird das Küchenpapier feucht, einfach gegen ein trockenes austauschen.

Eine andere klassische Möglichkeit besteht darin, die ungeschnittenen Stängel wie einen kleinen Blumenstrauß in wenig Wasser zu stellen. Die Blätter sollten dabei nicht im Wasser hängen. Das Wasser regelmäßig wechseln und die Petersilie kühl aufbewahren.

Für eine kurzfristige Lagerung sind beide Methoden praktisch.

Variante 2: Petersilie für einen längeren Vorrat einfrieren

Wenn ich wirklich viel Petersilie habe, bevorzuge ich diese Methode.

Die vollständig getrocknete Petersilie zunächst von sehr dicken Stielen befreien. Die feineren Stängel müssen nicht unbedingt weggeworfen werden – sie haben ebenfalls Aroma und können problemlos mitverarbeitet werden.

Nun die Petersilie mit einem scharfen Messer hacken. Wie fein, ist Geschmackssache. Für Suppen und Soßen darf sie etwas gröber bleiben, für Kartoffeln oder fertige Gerichte hacke ich sie lieber etwas feiner.

Die gehackte Petersilie anschließend locker in kleine Gefrierdosen oder geeignete Gläser füllen. Nicht bis ganz oben feststopfen.

Behälter verschließen und direkt einfrieren.

Wenn die Petersilie vorher wirklich trocken war, bleibt sie relativ locker. Dadurch kann man später häufig einfach einen Löffel oder eine kleine Handvoll entnehmen und den Rest sofort wieder zurück ins Gefrierfach stellen.

Das funktioniert genauso gut mit Dill.

Petersilie und Dill getrennt aufbewahren

Auf dem Foto sieht man sowohl Petersilie als auch Dill. Ich würde beide Kräuter überwiegend getrennt lagern.

Der Grund ist ganz einfach: Nicht zu jedem Gericht, zu dem Petersilie passt, möchte man gleichzeitig den kräftigen Geschmack von Dill haben.

Deshalb fülle ich ein Glas nur mit Petersilie und ein zweites nur mit Dill. Einen kleinen Teil kann man natürlich bewusst mischen, wenn man diese Kombination häufig verwendet.

So hat man später drei Möglichkeiten: Petersilie, Dill oder eine Kräutermischung.

Muss gefrorene Petersilie vorher auftauen?

In den meisten Fällen überhaupt nicht.

Für Suppen, Eintöpfe, Soßen oder Gemüse nehme ich die benötigte Menge direkt aus dem Gefrierschrank und gebe sie ins Gericht.

Bei warmen Speisen sollte Petersilie möglichst erst gegen Ende der Garzeit hinzugefügt werden. Dadurch bleibt mehr von ihrem typischen frischen Aroma erhalten.

Bei Kartoffeln funktioniert es ebenfalls wunderbar: Kartoffeln fertig kochen, etwas Butter dazugeben und anschließend die gefrorene Petersilie darüberstreuen. Durch die Wärme taut sie innerhalb kürzester Zeit auf.

Für eine Garnitur auf kalten Speisen ist frisch gekaufte Petersilie allerdings schöner. Nach dem Einfrieren wird die Struktur der Blätter weicher. Geschmacklich ist sie weiterhin prima zum Kochen geeignet, optisch sieht frische Petersilie jedoch besser aus.

Ein kleiner Vorrat, der sich wirklich lohnt

Seit ich größere Mengen Petersilie so vorbereite, landet deutlich weniger davon im Müll. Gerade wenn man auf dem Markt einen großen Bund bekommt oder im Garten gleichzeitig sehr viel erntereif ist, ist es schade, nur einen kleinen Teil davon zu verwenden.

Man braucht dafür keine besonderen Geräte und keine komplizierten Zutaten. Waschen, sehr gut trocknen, nach Wunsch hacken, portionsweise verpacken und einfrieren – das ist eigentlich schon das ganze Geheimnis.

Und genau das gefällt mir an solchen alten Küchentricks: Sie sind simpel, praktisch und sorgen dafür, dass man auch später noch einen kleinen Kräutervorrat griffbereit hat.

Besonders im Winter freue ich mich darüber. Dann öffnet man einfach das Gefrierfach, nimmt ein wenig Petersilie heraus und gibt sie direkt zu Suppe, Kartoffeln oder Gemüse. So wird aus einem großen Bund, der sonst vielleicht nach einigen Tagen im Kühlschrank vergessen worden wäre, ein praktischer Vorrat für viele Mahlzeiten.

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