Anzeige

Schmutziges Wischwasser richtig entsorgen

Anzeige
Anzeige

Es gibt eine ganz besondere, überraschend befriedigende Art von Zufriedenheit, die sich einstellt, wenn man nach getaner Arbeit auf einen frisch gewischten, sauberen und glänzenden Boden blickt. Plötzlich wirkt der ganze Raum ordentlicher. Die Wohnung riecht frisch und einladend, die hartnäckigen Staubflusen sind endlich aus den Ecken verschwunden, und für einen kurzen Moment scheint im Haushalt einfach alles genau so zu sein, wie es sein sollte.

Dann fällt der Blick jedoch auf den Wischeimer.

Darin befindet sich nun ein schwerer Eimer voller grauem, trübem und mit feinen Schmutzpartikeln durchsetztem Wasser. Genau dieses Wasser muss irgendwohin. Und damit beginnt eine jener kleinen Haushaltsfragen, über die man normalerweise erst dann nachdenkt, wenn man bereits mit einem vollen, schwappenden Eimer mitten im Badezimmer steht.

Man trägt den Eimer vorsichtig hinein und steht plötzlich vor einem ganz alltäglichen Dilemma: Soll das extrem schmutzige Wischwasser in die Toilette geschüttet werden oder ist die Badewanne dafür besser geeignet?

Wer allein lebt und viele Aufgaben im Haushalt selbst erledigt, merkt schnell, dass gerade solche scheinbar nebensächlichen Entscheidungen darüber bestimmen können, ob eine Routine ruhig und unkompliziert abläuft oder unnötig anstrengend wird. Mit einem schweren, schwappenden Eimer im Badezimmer zu stehen und gleichzeitig zu versuchen, weder den Boden noch die Sanitärflächen zu bespritzen, kann deutlich unangenehmer sein, als es zunächst klingt.

Mit 73 Jahren habe ich gelernt, solche Aufgaben nicht unnötig kompliziert zu machen. Gerade bei Tätigkeiten, bei denen gehoben, getragen und nach vorne gebeugt gearbeitet werden muss, lohnt es sich, bewusst und ohne Hektik vorzugehen. Ein einfacher Haushaltsvorgang sollte schließlich weder körperliche Überlastung noch unnötige Anspannung verursachen.

Deshalb lohnt es sich, die Frage genauer zu betrachten: Wo sollte stark verschmutztes Wischwasser tatsächlich entsorgt werden? Welche Lösung verursacht möglichst wenig Spritzer? Welche schont Badewanne und Toilette? Und wie lässt sich verhindern, dass Haare, Sand und andere Rückstände unnötig in empfindliche Abflüsse gelangen?

Das große Dilemma: Toilette oder Badewanne?
Wenn erfahrene Reinigungskräfte oder Fachleute aus dem Sanitärbereich über diese Frage nachdenken, geht es nicht ausschließlich darum, ob das Wasser grundsätzlich durch einen Abfluss verschwinden kann. Entscheidend ist ebenso, was sich im Wasser befindet, welche Oberflächen beim Ausgießen damit in Berührung kommen und wie leicht sich feine Rückstände anschließend wieder entfernen lassen.

Wischwasser besteht schließlich nicht nur aus Wasser. Nach der Reinigung können darin Staub, Haare, feiner Sand, Straßenschmutz, Fettspuren und Rückstände des verwendeten Reinigungsmittels enthalten sein. Je stärker verschmutzt der Boden war, desto mehr dieser Partikel landen im Eimer.

Sowohl Toilette als auch Badewanne haben deshalb Nachteile.

Die Toilette: ein unterschätztes Spritzproblem
Auf den ersten Blick erscheint die Toilette als logische Lösung. Schließlich ist sie ohnehin dafür vorgesehen, Abwasser aufzunehmen. Das Problem entsteht jedoch beim eigentlichen Ausgießen.

Eine Toilettenschüssel besitzt eine vergleichsweise kleine Öffnung und eine stark gerundete Form. Ein Wischeimer dagegen ist breit, und je mehr Wasser sich darin befindet, desto schwieriger lässt sich der Wasserstrom exakt kontrollieren. Wird ein schwerer Eimer zu schnell gekippt, trifft das Wasser mit relativ viel Bewegung auf die Keramik und kann in mehrere Richtungen zurückspritzen.

Damit können feine Tropfen des verschmutzten Wassers auf verschiedene Flächen gelangen, zum Beispiel auf:

den Toilettensitz,
den Rand der Toilettenschüssel,
die Außenseite der Keramik,
den Spülknopf oder Spülgriff,
den umliegenden Boden,
und andere Gegenstände, die sich unmittelbar neben der Toilette befinden.
Das ist besonders ärgerlich, weil die Toilette anschließend möglicherweise erneut gereinigt werden muss. Aus einer eigentlich abgeschlossenen Bodenreinigung entsteht so eine zusätzliche Reinigungsaufgabe.

Wer keine andere Möglichkeit hat und das Wischwasser trotzdem über die Toilette entsorgen muss, sollte den Eimer möglichst kontrolliert und langsam ausgießen. Ein ruhiger Wasserstrom entlang der hinteren Innenseite der Schüssel verursacht in der Regel weniger Spritzer als ein schnelles, direktes Ausleeren aus größerer Höhe.

Wichtig ist vor allem, nicht ruckartig zu kippen. Je stärker das Wasser im Eimer schwappt, desto schwieriger lässt sich der Strom kontrollieren. Bei einem sehr vollen Eimer kann es deshalb sinnvoll sein, besonders langsam vorzugehen und den Eimer möglichst nah an die Schüssel zu bringen, ohne dabei eine unangenehme Körperhaltung einzunehmen.

Trotzdem bleibt die Toilette aus Sicht einer möglichst sauberen Handhabung eher eine Notlösung als der ideale Entsorgungsort.

Die Badewanne: viel Platz, aber neue Reinigungsarbeit
Die Badewanne wirkt zunächst wesentlich praktischer. Ihre Öffnung ist groß, das Ziel lässt sich kaum verfehlen und selbst ein breiter Eimer kann vergleichsweise bequem darüber entleert werden.

Genau hier liegt jedoch das nächste Problem: Eine Badewanne ist in erster Linie dafür gedacht, dass Menschen darin baden oder sich reinigen. Die glatte Oberfläche soll sauber bleiben. Stark verschmutztes Bodenwasser bringt jedoch genau jene Rückstände mit, die man normalerweise nicht in der Wanne haben möchte.

Im Wasser können sich unter anderem befinden:

feiner Staub,
kleine Sand- oder Schmutzpartikel,
lose Haare,
fettige Rückstände vom Boden,
und Reste des verwendeten Bodenreinigers.
Wird der gesamte Eimer in die Badewanne gekippt, verteilt sich diese Mischung zunächst auf einer relativ großen Oberfläche. Ein Teil läuft sofort zum Abfluss. Andere Rückstände können dagegen an der Wannenoberfläche haften bleiben.

Dadurch kann sich ein grauer oder matter Schmutzfilm bilden, der anschließend wieder entfernt werden muss. Das bedeutet: Der Fußboden ist zwar sauber, aber dafür muss nun möglicherweise die Badewanne zusätzlich ausgespült und gereinigt werden.

Besonders feine mineralische Partikel wie Sand oder harter Straßenschmutz sind außerdem ein weiterer Grund, vorsichtig zu sein. Werden solche Partikel über empfindliche Oberflächen gezogen oder beim späteren Reinigen stark verrieben, können sie die glänzende Oberfläche unnötig beanspruchen.

Auch der Abfluss verdient Aufmerksamkeit. Haare und größere Schmutzrückstände verschwinden zwar zunächst aus dem Blickfeld, doch das bedeutet nicht automatisch, dass sie im Rohrsystem keinerlei Probleme verursachen können. Gerade feuchte Haare können sich mit anderen Rückständen verbinden und sich im Bereich des Abflusses sammeln.

Deshalb ist auch die Badewanne keine wirklich optimale Lösung für stark verschmutztes Wischwasser.

Wo das Wischwasser besser aufgehoben ist
Die sinnvollste Lösung hängt natürlich davon ab, welche Möglichkeiten im jeweiligen Haushalt vorhanden sind. Nicht jede Wohnung verfügt über einen separaten Hauswirtschaftsraum, und nicht jeder hat Zugang zu einem Garten. Wenn entsprechende Möglichkeiten vorhanden sind, gibt es jedoch praktischere Alternativen.

Die beste Lösung im Haus: das Ausguss- oder Hauswirtschaftsbecken
Ein tiefes Waschbecken im Hauswirtschaftsraum oder ein robustes Ausgussbecken ist für solche Aufgaben besonders geeignet. Solche Becken werden typischerweise für gröbere Haushaltsarbeiten genutzt und müssen nicht dieselben Ansprüche erfüllen wie ein Waschbecken im Badezimmer oder eine Badewanne.

Der große Vorteil liegt vor allem in der Tiefe des Beckens. Der Eimer kann näher an die Öffnung gebracht werden, sodass das Wasser nicht aus großer Höhe hineinfällt. Dadurch lassen sich Spritzer leichter begrenzen.

Auch verschmutzte Reinigungstücher, Wischmopps oder andere Reinigungsutensilien lassen sich dort meist unkomplizierter ausspülen als in einer Badewanne.

Beim Entleeren sollte dennoch langsam gearbeitet werden. Selbst ein tiefes Becken verhindert nicht automatisch jeden Spritzer. Besonders wenn sich am Boden des Eimers Sand oder andere schwere Partikel gesammelt haben, ist es sinnvoll, den Inhalt kontrolliert auszuschütten.

Anschließend sollte das Becken kurz mit sauberem Wasser nachgespült werden. So bleiben weniger sichtbare Schmutzrückstände zurück.

Die klassische Möglichkeit draußen
Wer seine Böden mit einer einfachen, entsprechend geeigneten Reinigungslösung wischt und die Möglichkeit hat, das Wasser draußen zu entsorgen, kann damit die Sanitärbereiche im Haus vollständig umgehen.

Im ursprünglichen Beispiel besteht die Reinigungslösung aus warmem Wasser, einem kleinen Schuss weißem Essig und einem Tropfen mildem Spülmittel. Bei einer solchen einfachen Mischung bietet sich eine Entsorgung im Außenbereich eher an als bei stark chemischen oder anderweitig problematischen Reinigungslösungen.

Das Wasser kann vorsichtig auf einer geeigneten Fläche im Garten oder auf einer Kiesfläche ausgegossen werden. Dabei sollte es nicht direkt in öffentliche Regenwasserabläufe oder Gewässer gelangen.

Auch draußen gilt: Den Eimer nicht einfach mit einer schnellen Bewegung auskippen. Schwere Schmutzpartikel sammeln sich häufig am Boden des Eimers. Wird alles schlagartig ausgeschüttet, können Wasser und Schmutz weit spritzen.

Ein kontrolliertes Ausgießen ist sauberer und belastet außerdem den Rücken weniger, weil der Eimer nicht abrupt gedreht oder geschwenkt werden muss.

Den eigenen Körper beim Putzen nicht vergessen
Bei der Diskussion über Wischwasser wird häufig nur über Abflüsse und Oberflächen gesprochen. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die Frage, wie der volle Eimer überhaupt transportiert wird.

Ein mit Wasser gefüllter Eimer bringt schnell ein spürbares Gewicht auf die Waage. Dazu kommt, dass Wasser keine starre Last ist. Es bewegt sich beim Gehen im Eimer hin und her. Dadurch kann sich das Gewicht kurzfristig anders verteilen und den Eimer schwieriger kontrollierbar machen.

Besonders ungünstig ist die Kombination aus mehreren Bewegungen gleichzeitig: Man trägt den Eimer, beugt sich nach vorne, dreht den Oberkörper und versucht gleichzeitig, den Inhalt präzise in eine niedrige Toilette oder über den Rand einer Badewanne zu gießen.

Diese Haltung kann den unteren Rücken deutlich mehr beanspruchen als ein ruhiges Anheben mit stabilem Stand.

Deshalb sollte ein voller Wischeimer grundsätzlich nicht hektisch getragen werden. Ein sicherer Stand, kurze Wege und kontrollierte Bewegungen machen die Aufgabe erheblich angenehmer.

Wer beim Heben oder Tragen Beschwerden verspürt oder gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte die Belastung möglichst reduzieren und schwere Eimer vermeiden. Bei individuellen medizinischen Fragen oder wiederkehrenden Beschwerden ist eine ärztliche Einschätzung wesentlich sinnvoller als allgemeine Haushaltstipps.

Eine praktische Lösung: weniger Wasser transportieren
Die einfachste Möglichkeit, das Problem eines schweren Wischeimers zu reduzieren, besteht darin, beim Reinigen Systeme zu verwenden, bei denen weniger Wasser bewegt werden muss.

Ein leichter flacher Mikrofasermopp mit integriertem Sprühbehälter kann beispielsweise verhindern, dass überhaupt ein großer Eimer durch die Wohnung getragen werden muss.

Auch ein Schleudermopp-System mit einem Mechanismus zum Auswringen direkt am Eimer kann die Handhabung erleichtern. Der entscheidende Vorteil besteht nicht darin, dass der Eimer plötzlich gewichtslos wird, sondern darin, dass einzelne Arbeitsschritte kontrollierter durchgeführt werden können.

Wer weiterhin einen klassischen Wischeimer bevorzugt, kann außerdem darauf achten, ihn nicht unnötig bis zum Rand zu füllen. Weniger Wasser bedeutet weniger Gewicht und deutlich weniger Schwappen während des Transports.

Wenn du fortfahren möchtest, klicke unten auf die Schaltfläche „Weiter“ ⤵

Lesen Sie weiter, indem Sie unten auf die Schaltfläche ( NÄCHSTE SEITE 》 ) klicken!

Anzeige

Anzeige