Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, dass mehrere große Einzelhändler und Vertriebsketten in Deutschland aufgrund rückläufiger Lieferungen aus Marokko, einem wichtigen Lieferanten für den europäischen Markt, Schwierigkeiten bei der Beschaffung bestimmter Sardinenprodukte haben. Betroffen sind bekannte Ketten wie Aldi Nord, Rewe, Lidl und Kaufland. Dies deutet auf einen zunehmenden Druck auf den europäischen Sardinenmarkt hin.
Die von der Behörde bereitgestellten Daten zeigen, dass der Rückgang der Fischbestände vor der marokkanischen Küste in den letzten Jahren die Verfügbarkeit von Sardinen auf den Märkten aufgrund von Klima- und Meeresveränderungen sowie des Fischereidrucks erheblich beeinträchtigt hat. Die Anlandungen sanken von rund 965.000 Tonnen im Jahr 2022 auf etwa 525.000 Tonnen im Jahr 2024, wodurch das für den Export verfügbare Angebot zurückging und Besorgnis über mögliche Auswirkungen auf die europäischen Preise aufkam.
Diese Situation fiel zeitlich mit der Entscheidung der marokkanischen Behörden zusammen, ab Februar 2026 Exportbeschränkungen für gefrorene Sardinen einzuführen, um die Versorgung des Inlandsmarktes zu sichern und ein Gleichgewicht im Binnenangebot zu wahren. Da Marokko einer der Hauptlieferanten von Sardinen in die Europäische Union ist, könnte ein anhaltender Produktionsrückgang oder eine Reduzierung der Exporte die Lieferketten in mehreren europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, zusätzlich belasten und potenziell zu höheren Preisen für die Verbraucher führen.
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