Die trügerische Ruhe vor dem nächsten Schlagabtausch

Ganz Deutschland atmet seit Tagen etwas frischer durch: Die nächtliche Bettdecke aus Tropennächten ist verräumt, morgens liegt leichter Nebel über den Feldern und in vielen Regionen kratzt das Thermometer kaum an der 20-Grad-Marke. Klingt nach Herbst, riecht nach Herbst – doch Meteorologinnen sprechen längst von nichts anderem als einer kurzen Verschnaufpause.
Denn über dem Atlantik lauert ein kräftiges Tief, das mit feuchtwarmer Luft im Gepäck auf die westliche Landesgrenze zusteuert. Noch trennt eine schleifende Front das milde Nordseeklima von der schwül-warmen Subtropikluft über Südfrankreich. Wer den Himmel jetzt beobachtet, erkennt bereits hohe, faserige Wolken: erste Boten eines bevorstehenden Showdowns.