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Der Plastiktüten-Trick, den nur wenige Menschen kennen

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Manchmal sind es die ungewöhnlichsten Küchentricks, die einen neugierig machen. Als ich zum ersten Mal gesehen habe, dass jemand einen Hefeteig direkt in einem verschließbaren Beutel vorbereitet, war mein erster Gedanke: Warum sollte man das machen? Doch die Idee dahinter ist erstaunlich praktisch. Die Zutaten kommen zusammen in einen Beutel, werden darin vermischt und der Teig kann anschließend direkt darin aufgehen. Die Hände bleiben sauber und auch eine große Teigschüssel muss hinterher nicht gespült werden.

Besonders praktisch finde ich diese Methode bei weichen Hefeteigen. Wer schon einmal einen sehr klebrigen Teig mit den Händen geknetet hat, weiß, wie schnell anschließend Arbeitsplatte, Finger und halbe Küche voller Mehl sind. Im Beutel bleibt dagegen alles zusammen.

Wichtig ist allerdings: Der Beutel dient nur zum Mischen und Ruhenlassen des Teiges. Er gehört weder in den Backofen noch in heißes Wasser oder Öl. Dafür sollte ein sauberer, stabiler und ausdrücklich für Lebensmittel geeigneter Beutel verwendet werden.

Aus dem Grundrezept lassen sich anschließend kleine ausgebackene Hefeteigstücke herstellen. Ich zeige außerdem eine süße Variante mit Apfel, die sich mit demselben Prinzip vorbereiten lässt.

Variante 1: Einfacher Hefeteig aus dem Beutel
Zutaten

200 ml lauwarmes Wasser
100 ml lauwarme Milch
1 EL Zucker
1 TL Trockenhefe
1 TL Salz
350 g Weizenmehl
Öl zum Ausbacken

Zubereitung

Zunächst einen ausreichend großen, verschließbaren Lebensmittelbeutel nehmen. Der Beutel sollte deutlich größer sein als die Menge des Teiges, denn die Hefe braucht später Platz zum Arbeiten.

Lauwarmes Wasser und lauwarme Milch hineingeben. Beide Flüssigkeiten dürfen nicht heiß sein. Zucker und Trockenhefe hinzufügen, den Beutel schließen und alles vorsichtig miteinander vermischen.

Anschließend Salz und Mehl dazugeben.

Jetzt wird der Beutel wieder verschlossen. Dabei möglichst etwas Luft herausdrücken, aber ausreichend freien Platz für den aufgehenden Teig lassen.

Nun beginnt der eigentlich interessante Teil dieses Tricks: Der Teig wird einfach von außen durch den Beutel geknetet. Mit den Händen den Beutel immer wieder zusammendrücken und den Inhalt vorsichtig hin und her bewegen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.

Nach einigen Minuten sollte ein weicher, gleichmäßiger Hefeteig entstanden sein.

Den verschlossenen Beutel anschließend an einen warmen Ort legen und den Teig ungefähr 45 bis 60 Minuten gehen lassen. Je nach Raumtemperatur kann es etwas schneller oder langsamer gehen.

Man erkennt sehr gut, wann der Teig fertig ist: Der Beutel beginnt sich sichtbar aufzublähen und das Volumen des Teiges nimmt deutlich zu.

Eine tiefe Pfanne oder einen Topf mit ausreichend Öl vorbereiten und erhitzen.

Den aufgegangenen Teig vorsichtig aus dem Beutel nehmen. Wer kleine Stücke ausbacken möchte, kann den Teig mit leicht geölten Händen portionieren. Dadurch bleibt deutlich weniger Teig an den Fingern kleben.

Die Portionen vorsichtig in das heiße Öl geben und von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Dabei nicht zu viele Stücke gleichzeitig in die Pfanne geben, damit die Temperatur des Öls nicht zu stark sinkt.

Anschließend mit einer Schaumkelle herausnehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Warm schmecken die kleinen Hefestücke besonders gut. Herzhaft kann man sie beispielsweise mit Kräuterquark, Käse oder einem Dip servieren. Wer es lieber süß mag, bestreut sie noch warm mit etwas Zucker.

Variante 2: Süßer Apfel-Hefeteig

Mit derselben Methode lässt sich auch eine süße Variante vorbereiten. Gerade wenn Äpfel übrig sind, ist das eine schöne Möglichkeit, daraus schnell etwas für den Nachmittagskaffee zu machen.

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