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Der Mafia-Boss kam früh nach Hause, und seine Magd packte seinen Arm und flüsterte: „Mach keinen Mucks.“

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Sie bewegten sich zielstrebig und durchwühlten ihre persönlichen Gegenstände mit der Selbstsicherheit von Menschen, die glaubten, alle Zeit der Welt zu haben.

Ein Schatten blieb neben ihrem Nachttisch stehen.

Ein anderer bewegte sich auf ihren Safe zu, der hinter dem Ölgemälde ihres Großvaters verborgen war.

Elena umklammerte ihn fester.

Ihr Flüstern war kaum hörbar.

„Drei Männer.

Bewaffnet.“

„Sie sind seit 20 Minuten hier und warten darauf, dass du nach Hause kommst.“

Vincents Gedanken rasten durch die verschiedenen Möglichkeiten.

Sein Sicherheitsteam hätte jeden Einbruch bemerken müssen.

Sein Überwachungssystem hatte jeden Winkel des Anwesens erfasst.

Die Tatsache, dass diese Eindringlinge alles ignoriert hatten, bedeutete nur eines:

Jemand im Haus hatte ihnen die Schlüssel zu seinem Reich gegeben.

Die Schlafzimmertür öffnete sich weiter.

Schritte näherten sich dem Kleiderschrank.

Elena zog Vincent tiefer in den Schatten, ihr Körper schützte ihn, während der teure Stoff um sie herum raschelte.

Dann durchbrach eine Stimme die Stille.

Kalt.

Vertraut.

„Durchsucht alle Zimmer.“

„Ich sollte schon hier sein.“

Vincent erstarrte vor Schreck.

Die Stimme gehörte seinem Neffen Marcus.

Dem Jungen, den Vincent nach dem Tod seines Bruders großgezogen hatte.

Dem jungen Mann, den er für die Nachfolge in seinem Imperium ausersehen hatte.

Dem Familienmitglied, dem er sein Leben anvertraut hatte.

Elena spiegelte denselben Schock in ihren Augen wider … den Schock, den Vincent empfand.

Auch sie erkannte die Stimme.

Doch ihr Gesichtsausdruck wandelte sich von Überraschung zu etwas anderem.

Wissen.

Als wäre dieser Verrat für sie nichts Neues.

Eine weitere Stimme gesellte sich zu Marcus’ Stimme im Raum.

„Vielleicht hat er es sich anders überlegt.

Der Alte wird paranoid wegen seines Alters.“

„Nein“, erwiderte Marcus mit der Autorität, die Vincent ihm beigebracht hatte.

„Er kommt.“

Tony hat bestätigt, dass er das Lagerhaus vor einer Stunde verlassen hat.

Vincent weicht nie von seiner Routine ab.

Durch den Spalt sah Vincent Marcus’ Silhouette sich dem Fenster nähern und die schweren Vorhänge zurückziehen, um in die Nacht zu spähen.

Dasselbe Fenster, an dem Vincent schon unzählige Male gestanden und sein Reich überblickt hatte, in dem Glauben, es sei uneinnehmbar.

Elena rührte sich leicht, und Vincent bemerkte etwas, das seinen Puls beschleunigte.

Sie war bewaffnet.

Eine kleine Pistole drückte gegen ihre Hüfte, verborgen unter ihrer Kleidung.

Das Dienstmädchen, das ihm drei Jahre lang jeden Morgen Kaffee serviert hatte, trug eine Waffe in ihrem eigenen Haus.

„Der Safe ist leer“, sagte eine dritte Stimme von der anderen Seite des Raumes.

„Da ist nur Geld und etwas Schmuck drin.“

Marcus lachte, ein herzloses Lachen.

„Die wahren Geheimnisse bewahrt er woanders auf.

Wir brauchen ihn lange genug am Leben, damit er uns sagt, wo.“

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