Erinnern Sie sich an Ihre letzte Grippe? Sie haben schlecht geschlafen, waren erschöpft und hatten Gliederschmerzen. Sie konnten sich nicht konzentrieren, und selbst der Start in den Tag war eine Qual. Wenn Sie Fibromyalgie haben, fühlen Sie sich fast täglich so – und anders als bei einer Grippe verschwinden die Symptome nicht. Obwohl es sich um eine sehr hartnäckige Erkrankung handelt, können Ernährungsumstellungen das Leben erleichtern und sogar schmerzfrei machen.
Fibromyalgie ist derzeit ein viel diskutiertes Gesundheitsthema, wurde aber bereits im 19. Jahrhundert erkannt und damals als „Rheuma“ bezeichnet, sagt Elisabeth Deffner von der National Fibromyalgia Association (NFA).
Heute leiden in den Vereinigten Staaten fast 10 Millionen Menschen an Fibromyalgie, davon sind laut NFA 75 bis 90 Prozent Frauen. Die höhere Anfälligkeit von Frauen für Fibromyalgie lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass sie stärkeren Hormonschwankungen unterliegen – die nach Ansicht von Ärzten eine Rolle bei der Erkrankung spielen – oder einfach dadurch, dass Männer bei unklaren, grippeähnlichen Symptomen seltener einen Arzt aufsuchen und daher häufiger nicht diagnostiziert werden, so Elisabeth Deffner.
Trotz der Häufigkeit dieser Erkrankung sind ihre Ursachen weiterhin unbekannt. „Manche Menschen haben möglicherweise eine genetische Veranlagung, Fibromyalgie zu entwickeln. Auslöser können auch extremer Stress, emotionale Traumata oder sogar andere Erkrankungen sein“, erklärt Elisabeth Deffner. Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein Defekt im zentralen Nervensystem zu einer gestörten Verarbeitung von Empfindungen und Schmerzen führen kann.
Da die Ursachen von Fibromyalgie nicht vollständig geklärt sind, ist die Diagnose schwierig. „Es gibt keinen Bluttest und keine Röntgenaufnahme, die die Erkrankung eindeutig nachweisen können“, erklärt Dr. Kent Holtorf, Fibromyalgie-Spezialist in Torrance, Kalifornien. Die charakteristischen Symptome – Muskelschmerzen, extreme Müdigkeit und Schlafstörungen – sind weit verbreitet, und viele Betroffene leiden zusätzlich an Begleiterkrankungen wie Arthritis oder chronischem Erschöpfungssyndrom, was die Diagnose zusätzlich erschwert. Daher wird Fibromyalgie in der Regel anhand der Symptome, der Krankengeschichte und der vom American College of Rheumatology festgelegten Kriterien diagnostiziert.
Nach der Diagnose Fibromyalgie erfolgt die Behandlung in der Regel symptomatisch, das heißt, sie heilt die Erkrankung nicht. Deshalb greifen viele Betroffene auf alternative Therapien zurück, darunter Hydrotherapie, Massage, Homöopathie, Achtsamkeitsmeditation, Akupunktur und Osteopathie. Laut der National Fibromyalgie Association (NFA) haben sich all diese Methoden als wirksam bei der Schmerzlinderung bei Fibromyalgie erwiesen. Die Ernährung spielt dabei aber ebenfalls eine entscheidende Rolle.
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