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5 Schmetterlingsraupen und ihre faszinierende Verwandlung

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Schmetterlingsraupen im Garten richtig einordnen

Wer im Garten eine Raupe findet, muss sie nicht automatisch als Pflanzenschädling betrachten. Welche Bedeutung sie hat, hängt stark von der jeweiligen Art und der Pflanze ab, auf der sie lebt.

Bei Kohlweißlingen können die Raupen im Gemüsebeet tatsächlich Schäden verursachen. Raupen von Tagpfauenauge oder Kleinem Fuchs findet man dagegen häufig an Brennnesseln.

Eine genaue Beobachtung von Farbe, Zeichnung, Körperform und Futterpflanze kann deshalb helfen, eine Raupe besser einzuordnen.

Schwalbenschwanz auf einen Blick

  • Wissenschaftlicher Name: Papilio machaon
  • Besonderheit: Einer der größten Schmetterlinge Mitteleuropas
  • Flügelspannweite: knapp acht Zentimeter
  • Raupe: auffällig grün mit schwarz-roter Zeichnung
  • Eiablage: unter anderem an Fenchel und Möhren
  • Beliebte Nektarpflanze: Sommerflieder
  • Besonderheit: 2006 zum „Schmetterling des Jahres“ gewählt

Distelfalter auf einen Blick

  • Wissenschaftlicher Name: Vanessa cardui
  • Familie: Edelfalter
  • Raupe: mit Stacheln versehen
  • Beobachtungszeit im Garten: April bis September
  • Lebenserwartung: rund ein Jahr

Tagpfauenauge auf einen Blick

  • Wissenschaftlicher Name: Aglais io
  • Raupe: schwarz mit kleinen weißen Punkten
  • Wichtige Raupenfutterpflanze: Brennnessel
  • Nektarpflanzen: unter anderem Löwenzahn, Klee, Sommerflieder und Disteln
  • Besonderheit: auffällige Augenzeichnungen auf den Flügeln
  • Verbreitung: in Deutschland sehr stark verbreitet
  • Generationen: bis zu drei pro Jahr

Kleiner Fuchs auf einen Blick

  • Wissenschaftlicher Name: Aglais urticae
  • Hauptnahrung der Raupen: Brennnesseln
  • Weitere Bezeichnung: Nesselfalter
  • Zeit bis zur Verpuppung: gut ein Monat
  • Zeit von der Puppe zum Falter: knapp zwei Wochen
  • Beobachtungszeit: März bis Oktober

Kohlweißling auf einen Blick

  • Arten im Garten: Großer und Kleiner Kohlweißling
  • Großer Kohlweißling: Pieris brassicae
  • Kleiner Kohlweißling: Pieris rapae
  • Raupenstadium: kann im Gemüsebeet Schäden verursachen
  • Verbreitung: sehr häufig in Mitteleuropa
  • Beobachtungszeit: vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst
  • Besuchte Pflanzen: unter anderem Disteln und Schmetterlingsflieder

Warum Raupen für Schmetterlinge unverzichtbar sind

Jeder ausgewachsene Schmetterling hat zuvor das Raupenstadium durchlaufen. Wer Schmetterlinge im Garten fördern möchte, sollte deshalb nicht nur die farbenprächtigen Falter betrachten, sondern auch ihre weniger auffälligen Entwicklungsstadien berücksichtigen.

Gerade die Beispiele von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs zeigen, wie eng bestimmte Arten an ihre Futterpflanzen gebunden sein können. Ohne geeignete Pflanzen für die Raupen kann auch die nächste Generation der Schmetterlinge nicht entstehen.

Naturnahe Gärten bieten wichtige Lebensräume

Eine vielfältige Gartengestaltung kann verschiedenen Schmetterlingsarten geeignete Bedingungen bieten. Neben blühenden Pflanzen für die ausgewachsenen Falter spielen dabei auch die Pflanzen eine Rolle, auf denen Eier abgelegt werden und Raupen Nahrung finden.

Beim Schwalbenschwanz können beispielsweise Fenchel und Möhren wichtige Pflanzen für die Eiablage sein. Brennnesseln dienen wiederum Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs als wichtige Nahrungsquelle im Raupenstadium.

Wer solche Zusammenhänge kennt, betrachtet eine gefundene Raupe häufig mit anderen Augen. Aus einem zunächst unscheinbaren oder stacheligen Tier kann wenige Wochen später ein auffälliger Schmetterling werden.

Faszinierende Verwandlung im eigenen Garten

Schwalbenschwanz, Distelfalter, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Kohlweißling zeigen, wie unterschiedlich Schmetterlingsraupen aussehen können und wie eindrucksvoll ihre spätere Verwandlung ist.

Einige Arten erkennt man an ihren Farben und Mustern, andere eher an ihrer bevorzugten Futterpflanze. Besonders Brennnesseln, Fenchel und Möhren können Hinweise darauf geben, welche Raupen sich im Garten befinden.

Wer Raupen genauer beobachtet, entdeckt damit einen besonders spannenden Teil des Lebenszyklus heimischer Schmetterlinge – lange bevor der fertige Falter seine Flügel ausbreitet.

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