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5 Schmetterlingsraupen und ihre faszinierende Verwandlung

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4. Kleiner Fuchs – Aglais urticae

Auch der Kleine Fuchs gehört zu den bekannten heimischen Schmetterlingen. Wie das Tagpfauenauge wird er der Gattung Aglais zugeordnet.

Interessant ist, dass beide Arten eine wichtige Gemeinsamkeit besitzen: Ihre Raupen nutzen Brennnesseln als zentrale Nahrungsquelle.

Brennnesseln als Hauptnahrung

Die Hauptnahrungsquelle der Raupen des Kleinen Fuchses sind Brennnesseln. Aus diesem Grund wird der Schmetterling umgangssprachlich auch als Nesselfalter bezeichnet.

Wer im Garten Brennnesseln stehen lässt, schafft damit also potenziell eine Nahrungsgrundlage für verschiedene heimische Schmetterlingsraupen.

Wie lange dauert die Entwicklung?

Bis zur Verpuppung benötigt die Raupe des Kleinen Fuchses gut einen Monat. Danach dauert es knapp zwei weitere Wochen, bis aus der Puppe schließlich der fertige Falter hervorgeht.

Die sichtbare Raupe stellt damit nur einen Abschnitt eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses dar.

Wann sieht man den Kleinen Fuchs?

Im Garten lässt sich der Kleine Fuchs von März bis Oktober beobachten. Als ausgewachsener Schmetterling besucht er unterschiedliche Blütenpflanzen.

Die vergleichsweise lange Beobachtungszeit vom Frühjahr bis in den Herbst hinein macht ihn zu einem Falter, dem Gartenbesitzer während eines großen Teils der Gartensaison begegnen können. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

5. Kohlweißling

Beim Kohlweißling gehen die Meinungen von Gartenbesitzern häufig auseinander. Als ausgewachsener Falter wirkt er zart und harmlos, seine Raupen können dagegen im Gemüsebeet erhebliche Fraßschäden verursachen.

Gerade bei Kohlpflanzen werden die Raupen deshalb oft weniger gern gesehen als die später daraus entstehenden Schmetterlinge.

Großer und Kleiner Kohlweißling

In heimischen Gärten kommen zwei Arten vor: der Große Kohlweißling, wissenschaftlich Pieris brassicae, und der Kleine Kohlweißling, Pieris rapae.

Beide Arten ähneln sich optisch stark. Das gilt nicht nur für die ausgewachsenen Schmetterlinge, sondern auch für ihre Raupen.

Warum die Raupen im Gemüsebeet problematisch sind

Während der Raupenphase können Kohlweißlinge an Gemüsepflanzen beträchtlichen Schaden verursachen. Genau deshalb werden sie im Nutzgarten häufig als unerwünschte Gäste betrachtet.

Nach ihrer Verwandlung verändert sich diese Wahrnehmung oft vollständig. Als Schmetterlinge verursachen sie keine entsprechenden Fraßschäden mehr und werden wegen ihres Erscheinungsbildes deutlich positiver wahrgenommen.

Sehr verbreitete Tagfalter

Kohlweißlinge gehören zu den am stärksten verbreiteten Tagfaltern in Mitteleuropa.

Im Garten lassen sie sich vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst beobachten. Häufig halten sie sich in der Nähe nektarreicher Pflanzen auf, beispielsweise an Disteln oder Schmetterlingsflieder. :contentReference[oaicite:6]{index=6}

Raupe und Falter können völlig unterschiedlich aussehen

Die fünf Beispiele zeigen besonders deutlich, wie wenig das Äußere einer Raupe manchmal über den späteren Schmetterling verrät.

Beim Tagpfauenauge entwickelt sich aus einer schwarzen, weiß gepunkteten Raupe ein Falter mit auffälligen Augenzeichnungen. Beim Distelfalter steht einer stacheligen Raupe ein farbenprächtiger Schmetterling gegenüber. Beim Schwalbenschwanz deutet dagegen bereits die grün-schwarz-rote Zeichnung der Raupe auf die besondere Erscheinung des späteren Falters hin.

Brennnesseln sind wichtige Raupenpflanzen

Besonders interessant ist die Rolle der Brennnessel. Sowohl die Raupen des Tagpfauenauges als auch die des Kleinen Fuchses nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle.

Damit zeigt sich, dass Pflanzen, die im Garten manchmal vorschnell als störend wahrgenommen werden, für heimische Insekten einen wichtigen Nutzen haben können.

Wer Schmetterlinge beobachten möchte, sollte deshalb nicht ausschließlich darauf achten, welche Blüten die erwachsenen Falter besuchen. Ebenso wichtig sind die Pflanzen, auf denen die Raupen ihre Nahrung finden.

Futterpflanzen von Raupen und Faltern unterscheiden sich

Ein gutes Beispiel dafür ist das Tagpfauenauge. Seine Raupen fressen bevorzugt Brennnesselblätter, während der ausgewachsene Falter unter anderem Löwenzahn, Klee, Sommerflieder und Disteln besucht.

Ähnlich verhält es sich beim Schwalbenschwanz. Seine Eier werden bevorzugt an Nutzpflanzen wie Fenchel oder Möhren abgelegt, während der ausgewachsene Falter gerne Sommerflieder besucht.

Ein schmetterlingsfreundlicher Garten benötigt deshalb nicht nur nektarreiche Blüten für die ausgewachsenen Tiere, sondern auch geeignete Futterpflanzen für die Raupen.

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