Wenn die Lasche beziehungsweise die Versiegelung unbeschädigt ist, kann der Verbraucher erkennen, dass die Verpackung wahrscheinlich noch original verschlossen ist.
Nach dem Öffnen übernimmt normalerweise der Schraubdeckel die weitere Abdichtung.
Deshalb sollte man eine beschädigte oder ungewöhnlich geöffnete Packung bereits beim Einkauf genauer betrachten.
Wenn der Sicherheitsverschluss offensichtlich beschädigt ist, obwohl die Packung neu sein sollte, ist es besser, ein anderes Produkt zu wählen.
Auch beim Wiederverschließen gibt es ein paar einfache Regeln
Nach dem Öffnen sollte die Packung immer wieder vollständig verschlossen werden.
Das klingt selbstverständlich, wird aber im Alltag häufig nur halbherzig gemacht.
Der Deckel sollte fest sitzen, ohne dass man ihn mit Gewalt überdreht.
Danach kommt die geöffnete Milch möglichst schnell wieder in den Kühlschrank.
Wie lange sie nach dem Öffnen haltbar ist, hängt vom Produkt, der Verarbeitung und den Herstellerangaben ab.
Deshalb sollte man sich hier nicht ausschließlich auf pauschale Regeln verlassen, sondern die Hinweise auf der Packung beachten.
Auch Geruch und Aussehen können Hinweise geben, ersetzen aber nicht die korrekte Lagerung.
Ein häufiger Fehler: aus der Packung trinken
Gerade wenn nur noch ein kleiner Rest Milch oder Saft vorhanden ist, trinken manche Menschen direkt aus dem Karton.
Praktisch ist das zwar.
Für die Haltbarkeit des verbleibenden Inhalts ist es jedoch nicht ideal.
Durch den Kontakt können zusätzliche Mikroorganismen in die Verpackung gelangen.
Besser ist es, die benötigte Menge in ein Glas zu gießen und die Packung anschließend wieder zu verschließen.
Das gilt besonders dann, wenn mehrere Personen dasselbe Produkt verwenden.
Sollte man einen geöffneten Karton schütteln?
Das hängt vom Getränk ab.
Bei manchen Pflanzengetränken steht ausdrücklich auf der Packung, dass man sie vor Gebrauch schütteln sollte, weil sich Bestandteile während der Lagerung absetzen können.
Bei gewöhnlicher Milch ist kräftiges Schütteln meistens nicht notwendig.
Auch hier sind die Angaben des Herstellers die beste Orientierung.
Interessant ist allerdings, dass gerade nach starkem Schütteln beim sofortigen Öffnen etwas Flüssigkeit am Verschluss hängen kann.
Deshalb am besten erst kurz warten und dann vorsichtig öffnen.
Kleine Verpackungsdetails, die man oft übersieht
Milchkartons sind nur ein Beispiel.
Bei vielen Alltagsprodukten gibt es kleine Details, deren Funktion man jahrelang nicht bemerkt.
Manche Verpackungen besitzen Ausgießhilfen.
Andere haben Laschen zum leichteren Öffnen.
Bei einigen Deckeln findet man kleine Rillen, die nicht nur dekorativ sind, sondern den Griff verbessern.
Auch Verschlüsse selbst werden ständig weiterentwickelt.
In der Europäischen Union begegnet man inzwischen beispielsweise bei vielen Getränkeflaschen Deckeln, die nach dem Öffnen mit der Verpackung verbunden bleiben.
Am Anfang wirkt so etwas ungewohnt.
Nach einiger Zeit wird es jedoch völlig selbstverständlich.
Was man mit der kleinen Lasche besser nicht machen sollte
Wenn ein Teil einer Lebensmittelverpackung mit dem Produkt in Kontakt gekommen ist, sollte man es nicht irgendwo herumliegen lassen und später wieder einsetzen.
Wenn man die Lasche verwenden möchte, dann am besten direkt und sauber.
Fällt sie auf den Boden oder liegt längere Zeit auf einer verschmutzten Oberfläche, gehört sie nicht zurück in die Packung.
Das gleiche gilt, wenn sie beschädigt oder eingerissen ist.
Der mögliche Nutzen beim Ausgießen ist schließlich nur eine kleine Alltagshilfe.
Hygiene ist wichtiger.
Warum solche kleinen Tricks so faszinierend sind
Vielleicht liegt es daran, dass sie Dinge betreffen, die wir jeden Tag sehen.
Ein komplizierter technischer Trick überrascht uns weniger, weil wir ohnehin erwarten, dass dahinter besonderes Wissen steckt.
Aber ein kleiner Kunststoffring an einer Milchpackung?
Den haben viele Menschen wahrscheinlich schon hunderte Male in der Hand gehabt.
Genau deshalb entsteht dieser typische Aha-Moment.
Man denkt plötzlich: „Moment, dafür kann das also gedacht sein?“
Und selbst wenn die eigene Verpackung diese Funktion nicht besitzt, schaut man beim nächsten Einkauf wahrscheinlich automatisch einmal genauer hin.
Der beste Test dauert nur wenige Sekunden
Beim nächsten Milchkarton kann man einfach Folgendes machen:
Den Verschluss wie gewohnt öffnen.
Die innere Lasche vorsichtig entfernen.
Dann einen Blick auf ihre Form werfen.
Ist sie völlig flach und eindeutig nur zum Abziehen gedacht, kann sie entsorgt werden.
Besitzt sie dagegen eine Form, die offensichtlich wieder in den Ausgießer passt, kann man sie einmal umdrehen und vorsichtig einsetzen.
Danach etwas Milch in ein Glas gießen.
Wenn sich der Strahl dadurch besser kontrollieren lässt, kennt man ab sofort eine zusätzliche Funktion der Verpackung.
Wenn nicht, einfach wieder entfernen.
Mehr steckt hinter dem Trick eigentlich nicht.
Noch einfacher: den Karton richtig halten
Unabhängig von der Lasche funktioniert der bereits erwähnte Ausgießtrick bei vielen Kartons.
Die Öffnung beim Kippen möglichst nach oben halten.
Dadurch kann Luft leichter in die Packung gelangen.
Das reduziert häufig das Gluckern und unkontrollierte Schwappen.
Wer beim Frühstück schon einmal den halben Tisch mit Milch erwischt hat, wird diesen kleinen Unterschied wahrscheinlich zu schätzen wissen.
Fazit
Die kleine Lasche unter dem Verschluss eines Milchkartons wirkt wie ein typisches Wegwerfteil. In erster Linie dient sie tatsächlich als Sicherheits- beziehungsweise Erstöffnungsschutz.
Bei bestimmten Verpackungen kann ihre Form aber noch einen zusätzlichen praktischen Nutzen haben: Sie lässt sich teilweise wieder einsetzen und kann dadurch beim kontrollierten Ausgießen helfen.
Das funktioniert nicht bei jeder Packung und ist deshalb kein universeller Trick.
Trotzdem lohnt sich ein kurzer Blick, bevor das kleine Kunststoffteil direkt im Müll landet.
Und falls die eigene Packung dafür nicht geeignet ist, bleibt zumindest ein anderer einfacher Tipp: Den Milchkarton beim Eingießen so drehen, dass die Öffnung oben liegt.
Manchmal sind es eben wirklich die unscheinbaren Dinge im Haushalt, bei denen man nach Jahren noch etwas Neues entdeckt.
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