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Getränke mit Zucker und Kohlensäure könnten negative Auswirkungen haben
Das Forschungsteam spricht in seiner Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse davon, dass der Konsum von Softdrinks, Bubble Tea, Energy-Drinks sowie künstlich gesüßten Getränken zu einem um 18 Prozent höheren Risiko führt, an einer Depression zu leiden. Bei Angstzuständen wurde das Risiko sogar um 31 Prozent erhöht. Bei Stress hingegen zeigte sich kein eindeutiger Zusammenhang.
Bei Kaffee, der weder Zucker noch Kohlensäure enthält, zeigte sich hingegen eine schützende Wirkung. Ein höherer Kaffeekonsum wurde in der Studie mit einem um 13 Prozent geringeren Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht. Die Expertinnen und Experten führen das auf die entzündungshemmende und antioxidative Wirkung des Getränks zurück.
Die Studie zeigte außerdem einen besonders starken Zusammenhang bei Kindern und Jugendlichen und auch im ostasiatischen und pazifischen Raum. Das ergab ein Vergleich der verschiedenen Alters- und auch Bevölkerungsgruppen, bei dem entsprechende Unterschiede auffielen.
Bunte Getränke als Symbolbild für SoftdrinksiStock / igoriss
Kinder und Jugendliche sind potenziell anfälliger
Als mögliche Ursache für diese Erkenntnisse vermuten die Autorinnen und Autoren die durch zuckerhaltige Getränke verursachten Blutzuckerschwankungen. Dabei könnte auch eine mögliche Insulinresistenz eine Rolle spielen. Beides löst im Körper verschiedene entzündliche Prozesse aus, die wiederum die Anpassungsfähigkeit des Gehirns auf die Umgebung und mögliche Gefahrensituationen negativ beeinflussen. Das kann die Entstehung von Depressionen und Ängsten begünstigen.
Dass die Auswirkungen bei Kindern und Jugendlichen noch deutlicher ausfallen, könnte dem Forschungsteam zufolge daran liegen, dass sich die Gehirne noch in der Entwicklung befinden. Konkret liegt dabei das Augenmerk auf dem sogenannten präfrontalen Cortex, dem vorderen Teil des Frontallappens direkt hinter der Stirn.
Dieser ist unter anderem für die Steuerung von Emotionen und Impulsen verantwortlich und entwickelt sich vergleichsweise langsam. Das sorgt dafür, dass jüngere Personen empfindlicher auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren.
Wie sind die Studienerkenntnisse einzuordnen?
Zur Einordnung der Studie muss hinzugefügt werden, dass durch die Untersuchung zwar ein Zusammenhang zwischen dem Konsum entsprechender Getränke festgestellt werden konnte. Das beweist allerdings noch keine Kausalität. Die Studie belegt lediglich, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen hohem Konsum und psychischen Erkrankungen gibt. Es könnte sich beispielsweise auch umgekehrt verhalten, man spricht dann von sogenannter reverser Kausalität. Menschen mit entsprechenden Erkrankungen greifen vielleicht öfter zu Bubble Tea, Softdrinks und Co., um sich kurzfristig besser zu fühlen
Zudem haben andere Untersuchungen bereits nachgewiesen, dass Personen, die häufig entsprechende Getränke konsumieren, generell einen ungesünderen Lebensstil haben. So ernähren sich die Personen im Schnitt schlechter, bewegen sich weniger und rauchen häufiger. Dazu kommt, dass die meisten der hinzugezogenen Daten auf Basis von Selbstauskünften erhoben wurden; so ist das vor allem bei Studien zur Ernährung üblich.
Um tatsächlich und zweifelsfrei nachzuweisen, dass die untersuchten Getränke mit Zucker und Kohlensäure Angstzustände und Depressionen mindestens begünstigen, vielleicht sogar verursachen, wären weitere Studien nötig. Diese müssten sich konkret auf die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung konzentrieren.
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