Baerbock organisiert Befragungen

Als Präsidentin der UN-Generalversammlung hat Baerbock in den vergangenen Monaten verschiedene Schritte im Auswahlverfahren begleitet.
Dazu gehörten unter anderem öffentliche Befragungen der Bewerber. Außerdem verschickte sie Schreiben an die Mitglieder des Sicherheitsrats, in denen sie sich mit dem Ablauf des Verfahrens beschäftigte.
Bei einer Veranstaltung konnten sogar die Zuschauer über die Kandidaten abstimmen. Nach Angaben von Diplomaten war dies in diesem Verfahren erstmals der Fall.
Baerbock ging allerdings noch einen Schritt weiter.
Sie forderte den Sicherheitsrat auf, bei seiner Auswahl keine Kandidaten zu berücksichtigen, die zuvor nicht an einem Dialog mit der Generalversammlung teilgenommen hatten.
Aus ihrer Sicht sollte damit ein möglichst offener und nachvollziehbarer Prozess gewährleistet werden.
Für die USA geht dieser Anspruch allerdings zu weit.
Die amerikanische Seite sieht in Baerbocks Vorgehen eine Einmischung in die Zuständigkeiten des Sicherheitsrats.
Besonders scharf äußerte sich die US-Botschafterin Jennifer Locetta.
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