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: Picknick-Rätsel: Wie viele Personen waren wirklich da?

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Die wahrscheinlich beabsichtigte Rätsellösung

Bei einer klassischen Fangfrage dieser Art ist die wahrscheinlich beabsichtigte Antwort 2. Das Ehepaar veranstaltete das Picknick, während lediglich zusätzliche Informationen über seine Familie genannt werden.

Es wird nicht ausdrücklich gesagt: „Das Ehepaar ging mit seinen fünf Söhnen und allen Enkelkindern zum Picknick.“ Erst eine solche Formulierung würde die Anwesenheit der gesamten beschriebenen Familie eindeutig machen.

Würde dort beispielsweise stehen, dass das Ehepaar mit allen fünf Söhnen und deren Kindern ein Picknick veranstaltete, wäre die Rechnung 2 + 5 + 15 und damit 22 eindeutig.

Die tatsächliche Formulierung lässt diese entscheidende Aussage jedoch weg. Deshalb sollte man nicht automatisch ergänzen, dass die gesamte Familie dabei war.

Warum genaue Sprache bei Rätseln so wichtig ist

Viele kurze Denkaufgaben testen weniger mathematisches Können als Aufmerksamkeit. Die Rechnung selbst ist häufig sehr leicht. Schwierig ist vielmehr, nicht mehr in die Aufgabe hineinzulesen, als tatsächlich dort steht.

Bei diesem Picknick-Rätsel ist die Multiplikation 5 × 3 problemlos. Die Herausforderung besteht darin zu erkennen, dass das Ergebnis 15 lediglich die Zahl der Enkelkinder beschreibt.

Ob diese 15 Kinder beim Picknick waren, ist eine separate Frage.

Auch die fünf Söhne gehören selbstverständlich zur Familie, aber ihre Existenz beweist ebenfalls nicht ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung.

Ein hilfreicher Trick für ähnliche Rätsel

Wenn eine Aufgabe überraschend einfach aussieht und gleichzeitig mehrere Zahlen enthält, lohnt es sich, die eigentliche Frage ein zweites Mal zu lesen.

Man kann sich anschließend bei jeder genannten Person oder Gruppe fragen: Wird ausdrücklich gesagt, dass sie am gesuchten Ereignis teilnimmt, oder weiß ich lediglich etwas über ihre Beziehung zu den anderen Personen?

Bei diesem Rätsel würde die Kontrolle so aussehen: Das Ehepaar veranstaltet das Picknick – eindeutig. Fünf Söhne existieren – eindeutig. Ihre Anwesenheit beim Picknick – nicht ausdrücklich genannt. Jeder Sohn hat drei Kinder – eindeutig. Die Anwesenheit dieser Kinder – ebenfalls nicht ausdrücklich genannt.

Damit wird schnell sichtbar, warum eine reine Addition aller Familienmitglieder möglicherweise an der eigentlichen Frage vorbeigeht.

Was ist mit den Partnerinnen oder Partnern der Söhne?

Ein weiteres Detail zeigt, warum man bei der Zahl 22 vorsichtig sein sollte. Die Aufgabe erwähnt zwar, dass jeder Sohn drei Kinder hat, sagt aber nichts über weitere Elternteile dieser Kinder.

Man könnte theoretisch anfangen, zusätzliche Personen anzunehmen. Doch genau das wäre derselbe Fehler: Man würde Informationen ergänzen, die nicht im Text stehen.

Bei einem Rätsel sollte deshalb grundsätzlich nur mit den ausdrücklich gegebenen Angaben gearbeitet werden.

Weder mögliche Partnerinnen oder Partner der Söhne noch andere Verwandte, Freunde oder Gäste dürfen automatisch hinzugezählt werden.

Die zwei möglichen Antworten richtig unterscheiden

Es gibt also zwei Zahlen, die beim Lösen dieses Rätsels häufig auftauchen:

22 Personen ergibt sich, wenn man sämtliche ausdrücklich beschriebenen Familienmitglieder zusammenzählt und zusätzlich annimmt, dass sie alle beim Picknick waren.

2 Personen ergibt sich, wenn man nur diejenigen berücksichtigt, die durch die Formulierung eindeutig mit dem Picknick verbunden werden: das ältere Ehepaar.

Da es sich erkennbar um eine Fangfrage handelt, ist die zweite Interpretation die interessantere und wahrscheinlich beabsichtigte Lösung.

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