Omayra, 13 Jahre alt, unter den Trümmern begraben
Unter den Opfern erregte ein junges Mädchen weltweites Aufsehen. Omayra Sánchez Garzón war unter den Trümmern ihres Hauses begraben, ihre Beine unter einem schweren Bauteil eingeklemmt. Langsam stieg der Schlamm um sie herum. Die Retter versuchten alles, doch vergeblich. Drei Tage lang wachten sie an ihrer Seite, sangen ihr vor und gaben ihr Wasser. Omayra blieb beunruhigend ruhig. In der dritten Nacht begann sie leicht zu halluzinieren und sorgte sich, zu spät zu einer Matheprüfung zu kommen.
Das Foto, das die ganze Welt bewegte
Es war der französische Fotograf Frank Fournier, der Omayras Blick einfing. Ihre dunklen, intensiven Augen blickten mit einer beunruhigenden Ruhe in die Kamera. Das Bild ging um die Welt. Fournier sagte später: „Sie begegnete dem Tod mit Mut und Würde.“ Das Foto gewann 1986 den Preis für das beste Weltfoto des Jahres und lenkte die internationale Aufmerksamkeit auf das Ausmaß der Katastrophe.
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