Anzeige

Nachts im Garten: Wenn die zweite Schicht beginnt

Anzeige
Anzeige

Zwei Mannschaften, ein Garten

Der Gedanke von einer Tag- und einer Nachtschicht ist natürlich ein bildhafter Vergleich. Trotzdem beschreibt er etwas sehr Reales: Unterschiedliche Arten nutzen denselben Lebensraum zu unterschiedlichen Zeiten.

Tagsüber dominieren andere Geräusche, Bewegungen und Tiere als nachts. Trotzdem handelt es sich immer um denselben Garten.

Der Tagesrhythmus reduziert Konkurrenz

Wenn verschiedene Tierarten zu unterschiedlichen Zeiten aktiv sind, müssen sie bestimmte Ressourcen nicht immer gleichzeitig nutzen.

Während beispielsweise viele Vögel am Tag Nahrung suchen, übernehmen Fledermäuse ihre Insektenjagd überwiegend in der Dämmerung und Nacht.

Diese zeitliche Aufteilung ist eine von vielen Möglichkeiten, wie unterschiedliche Arten denselben Lebensraum nutzen können.

Ein aufgeräumter Garten ist nicht automatisch ein lebendiger Garten

Dichte Hecken, Laubbereiche und vielfältige Vegetation können vielen Gartentieren Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Wer sämtliche natürlichen Strukturen entfernt, nimmt damit möglicherweise zugleich Verstecke und Aufenthaltsorte weg.

Das bedeutet nicht, dass ein Garten ungepflegt sein muss. Schon einige strukturreiche Bereiche können einen deutlichen Unterschied machen.

Was nachts im Garten passiert

  • Tagaktive Vögel ziehen sich an geschützte Schlafplätze zurück.
  • Einige Vogelarten besitzen besondere Schlafstrategien, bei denen Teile des Gehirns unterschiedlich stark ruhen können.
  • Igel beginnen ihre nächtliche Nahrungssuche und können dabei weite Strecken zurücklegen.
  • Zwergfledermäuse jagen in der Luft nach kleinen Insekten.
  • Nachtaktive Eulen wie der Waldkauz werden hörbar und gehen auf Nahrungssuche.
  • Füchse können durch Siedlungen, Gärten und Grünflächen streifen.
  • Regenwürmer können bei geeigneten Bedingungen näher an die Bodenoberfläche kommen und Pflanzenmaterial in ihre Gänge ziehen.

24 Stunden Leben statt nächtlicher Pause

Aus menschlicher Sicht endet der Gartentag häufig mit dem Sonnenuntergang. Für das Ökosystem ist dieser Zeitpunkt jedoch nur ein Übergang.

Einige Bewohner ziehen sich zurück, andere werden aktiv. Wieder andere sind besonders in der Dämmerung unterwegs und überschneiden sich mit beiden Gruppen.

Der Garten funktioniert damit nicht in einer einzigen Schicht.

Wenn am nächsten Morgen die Tagschicht zurückkehrt

Mit dem ersten Licht verändert sich die Situation erneut.

Viele nachtaktive Tiere ziehen sich in ihre Tagesquartiere zurück. Gleichzeitig werden die ersten Vögel wieder aktiv.

Rotkehlchen, Amseln und Meisen beginnen erneut mit Nahrungssuche und Revierverhalten, während Fledermäuse und Igel ihre geschützten Ruheplätze aufsuchen.

Der gleiche Ort sieht plötzlich völlig anders aus

Das Faszinierende ist, dass sich der Garten selbst kaum verändert hat. Hecke, Baum, Rasen und Beet stehen weiterhin an derselben Stelle.

Doch die Tiere, die diese Strukturen nutzen, wechseln mit der Tageszeit.

Eine Hecke ist tagsüber Aufenthaltsort für Vögel und nachts möglicherweise Deckung für einen vorbeiziehenden Igel. Über derselben Fläche können wenige Stunden später Fledermäuse Insekten jagen.

Fazit: Der Garten schläft nicht

Wenn wir um 22 Uhr die Rollläden herunterlassen, beginnt draußen kein Stillstand. Viele tagaktive Tiere ziehen sich zwar zurück, doch gleichzeitig startet eine andere Gruppe ihre aktive Phase.

Der Igel durchsucht den Boden, Fledermäuse jagen in der Luft, der Waldkauz macht sich bemerkbar, Füchse können durch die Siedlung ziehen und selbst Regenwürmer werden unter geeigneten Bedingungen näher an der Oberfläche aktiv.

Am Morgen wechseln die Rollen erneut.

Zwei Welten, zwei Schichten, derselbe Garten: Was für uns wie eine nächtliche Pause wirkt, ist in Wirklichkeit ein Lebensraum, der rund um die Uhr genutzt wird.

Wenn du fortfahren möchtest, klicke unten auf die Schaltfläche „Weiter“ ⤵

Lesen Sie weiter, indem Sie unten auf die Schaltfläche ( NÄCHSTE SEITE 》 ) klicken!

Anzeige

Anzeige