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Leben ohne App: Geht analoger Alltag noch?

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Bin ich mit diesem Wunsch wirklich allein?

Manchmal frage ich mich tatsächlich, ob ich mit dieser Haltung alleine dastehe. Vielleicht gibt es viele Menschen, die jede neue digitale Möglichkeit gerne ausprobieren und darin eine deutliche Erleichterung sehen.

Aber vermutlich gibt es auch andere, die gelegentlich denken: Ich möchte das gerade einfach ohne App erledigen.

Vielleicht geht es gar nicht ausschließlich um das Alter. Der Wunsch nach einem übersichtlichen, direkten Alltag kann Menschen unabhängig davon beschäftigen, wie alt sie sind oder wie gut sie mit Technik umgehen können.

Man muss digitale Angebote nicht ablehnen, um sich manchmal nach einer einfacheren Alternative zu sehnen.

Ein Alltag mit Technik, aber nicht nur mit Technik

Technik kann bleiben. Apps können bleiben. Selbstbedienungskassen können bleiben. Digitale Speisekarten können ebenfalls eine Möglichkeit sein.

Ich wünsche mir lediglich, dass die anderen Wege nicht vollständig verschwinden.

Ich möchte auswählen können, was in einer bestimmten Situation für mich sinnvoll ist. Manchmal wird das die digitale Variante sein. Ein anderes Mal möchte ich lieber einen direkten, analogen Weg nutzen.

Ein solcher Alltag wäre für mich kein Rückschritt. Im Gegenteil: Eine wirklich praktische Lösung bietet Menschen verschiedene Wege, statt ihnen nur einen einzigen vorzuschreiben.

Geht das noch?

Also frage ich noch einmal: Kann man heute noch einfach in der realen Welt existieren, ohne für jeden kleinen Vorgang eine weitere App zu benötigen?

Kann ich parken, ohne vorher etwas herunterzuladen? Kann ich ein Paket abholen, ohne mein Smartphone zum Mittelpunkt des Vorgangs zu machen? Kann ich eine Speisekarte sehen, ohne einen Account anzulegen? Kann ich einkaufen und an einer normalen Kasse bezahlen, ohne mich dafür altmodisch fühlen zu müssen?

Ich hoffe es.

Denn Digitalisierung sollte das Leben erleichtern und Möglichkeiten ergänzen. Sie sollte nicht bedeuten, dass Menschen, die einen klassischen Weg bevorzugen, irgendwann keinen Zugang mehr zu ganz gewöhnlichen Dingen haben.

Vielleicht ist deshalb die wichtigere Frage nicht, ob wir digitale Angebote brauchen. Die Frage lautet vielmehr, ob neben ihnen weiterhin Platz für einfache, direkte und analoge Möglichkeiten bleibt.

Wie empfindest du das? Nutzt du Apps, SB-Kassen und digitale Angebote gerne, oder möchtest du bei manchen Dingen ebenfalls einfach eine klassische Alternative haben?

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