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Selbstgemachte Kondensmilch mit nur zwei Zutaten – Cremig, günstig und so einfach, dass ich sie inzwischen kaum noch kaufe

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Manchmal entstehen die besten Rezepte genau dann, wenn man eigentlich gar nichts Besonderes geplant hat. So war es auch bei mir mit dieser selbstgemachten Kondensmilch. Es war ein verregneter Nachmittag, ich wollte gerade einen Kuchen backen und stellte plötzlich fest, dass die Dose Kondensmilch im Vorratsschrank fehlte. Wahrscheinlich hatte ich sie einige Tage zuvor bereits für einen Nachtisch verwendet und schlicht vergessen, eine neue zu kaufen. Zuerst war ich etwas enttäuscht. Für den Supermarkt wollte ich wegen einer einzigen Zutat nicht extra losfahren, also begann ich zu überlegen, ob es vielleicht eine einfache Alternative geben könnte.

Ich erinnerte mich daran, dass meine Großmutter früher viele Dinge selbst hergestellt hatte, die wir heute ganz selbstverständlich fertig kaufen. Marmelade, Vanillezucker, Sirup, Apfelmus oder auch verschiedene Cremes entstanden bei ihr fast immer in der eigenen Küche. Sie sagte oft, dass man mit etwas Geduld und guten Zutaten erstaunlich viele Lebensmittel selbst zubereiten könne. Genau dieser Gedanke ließ mich nicht los. Also suchte ich nach einer möglichst einfachen Methode und stellte fest, dass man für eine wunderbar cremige Kondensmilch tatsächlich nur zwei Zutaten benötigt: Milch und Zucker.

Ehrlich gesagt war ich zunächst skeptisch. Konnte daraus wirklich dieselbe cremige Konsistenz entstehen, die ich aus dem Supermarkt kannte? Würde der Geschmack genauso angenehm sein? Die Antwort überraschte mich vollkommen. Bereits nach dem ersten Versuch war ich begeistert. Die Milch wurde beim langsamen Einkochen herrlich dickflüssig, bekam eine wunderschöne cremige Farbe und schmeckte wunderbar mild. Seit diesem Tag kaufe ich Kondensmilch nur noch selten fertig.

Was mir an diesem Rezept besonders gefällt, ist seine Ehrlichkeit. Man weiß ganz genau, welche Zutaten enthalten sind. Keine langen Zutatenlisten, keine unnötigen Zusatzstoffe und keine Überraschungen. Nur frische Milch und Zucker verwandeln sich mit etwas Geduld in eine wunderbar cremige Köstlichkeit.

Mittlerweile bereite ich diese Kondensmilch regelmäßig zu. Sie eignet sich hervorragend für Kuchen, Desserts, Eis, Cremes oder einfach für eine Tasse Kaffee. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn viele Plätzchen und Süßspeisen gebacken werden, steht fast immer ein Glas selbstgemachte Kondensmilch in meinem Kühlschrank.

Auch finanziell lohnt sich das Rezept. Die Zutaten kosten deutlich weniger als fertige Kondensmilch und sind fast immer im Haus vorhanden. Gerade deshalb ist dieses Rezept für mich inzwischen zu einem kleinen Küchenklassiker geworden.

Zutaten
1 Liter Vollmilch (mindestens 3,5 % Fett)
200 g Zucker
Zubereitung

Zunächst gieße ich die Milch in einen möglichst großen Topf mit dickem Boden. Ein ausreichend großer Topf ist wichtig, da die Milch beim Erhitzen leicht aufsteigen kann. Anschließend streue ich den Zucker hinein und beginne sofort vorsichtig umzurühren.

Nun wird die Milch langsam erwärmt. Dabei sollte die Hitze niemals zu hoch sein. Geduld ist bei diesem Rezept die wichtigste Zutat. Je ruhiger die Milch köchelt, desto schöner entwickelt sich später ihre cremige Konsistenz. Während der Zucker langsam schmilzt, verbindet er sich vollständig mit der Milch.

Sobald sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, lasse ich die Mischung bei niedriger Hitze sanft köcheln. Dabei rühre ich regelmäßig um, damit nichts am Topfboden ansetzt. Nach und nach beginnt die Flüssigkeit langsam einzudicken. Genau jetzt entwickelt sich der typische Geschmack selbstgemachter Kondensmilch.

Während des Einkochens verändert sich nicht nur die Konsistenz, sondern auch die Farbe. Die Milch wirkt mit der Zeit leicht cremefarben und bekommt eine angenehm samtige Struktur. Wer zum ersten Mal Kondensmilch selbst herstellt, wird überrascht sein, wie sehr sich der Duft während des Kochens verändert. Die ganze Küche riecht herrlich nach warmer Milch und leichtem Karamell.

Nach ungefähr dreißig bis fünfundvierzig Minuten ist die Flüssigkeit deutlich reduziert. Je länger sie einkocht, desto dickflüssiger wird sie später. Man sollte allerdings bedenken, dass die Kondensmilch nach dem Abkühlen noch etwas fester wird. Deshalb nehme ich sie meist bereits vom Herd, wenn sie noch etwas flüssiger erscheint.

Nun darf die fertige Kondensmilch einige Minuten im Topf ruhen. Anschließend fülle ich sie vorsichtig in ein sauberes, heiß ausgespültes Glas. Während sie langsam abkühlt, entwickelt sie ihre endgültige Konsistenz.

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