Nach dem vollständigen Auskühlen kommt das Glas in den Kühlschrank. Dort hält sich die Kondensmilch problemlos mehrere Tage. Vor jeder Verwendung rühre ich sie einmal kurz um, damit sie wieder besonders cremig wird.
Ich verwende sie unglaublich vielseitig. Besonders gern gebe ich einige Löffel in frisch gebrühten Kaffee. Dadurch entsteht ein wunderbar milder Geschmack, der an gemütliche Cafés erinnert. Auch über frischen Erdbeeren oder zusammen mit Vanilleeis schmeckt sie hervorragend.
Beim Backen ist sie ebenfalls eine echte Bereicherung. Sie eignet sich für Käsekuchen, Cremes, Tortenfüllungen oder verschiedene Desserts. Gerade wenn spontane Gäste kommen, lässt sich mit wenigen Zutaten schnell etwas Leckeres zaubern.
Wer möchte, kann das Grundrezept ganz leicht verändern. Eine kleine Vanilleschote oder etwas Vanilleextrakt sorgt für ein besonders feines Aroma. Auch etwas Zimt passt wunderbar in die kalte Jahreszeit. Manche geben zusätzlich eine Prise Salz hinzu, wodurch der Geschmack noch runder wirkt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich die Süße ganz nach den eigenen Vorlieben anpassen lässt. Wer es etwas weniger süß mag, reduziert den Zucker leicht. Für besonders cremige Desserts verwende ich dagegen manchmal etwas mehr Zucker, wodurch die Konsistenz noch sämiger wird.
Besonders schön finde ich, dass dieses Rezept zeigt, wie unkompliziert viele Küchenklassiker eigentlich sind. Oft greifen wir automatisch zu fertigen Produkten, obwohl sich viele davon mit wenigen Zutaten selbst herstellen lassen. Gerade solche einfachen Rezepte erinnern mich immer wieder daran, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss.
Heute steht deshalb fast immer ein kleines Glas selbstgemachte Kondensmilch in meinem Kühlschrank. Immer wenn ich sie verwende, denke ich an meine Großmutter zurück, die sagte, dass die einfachsten Rezepte oft die besten sind. Damals habe ich diesen Satz nur halb verstanden. Heute weiß ich genau, was sie meinte. Mit etwas Zeit, zwei einfachen Zutaten und ein wenig Geduld entsteht eine cremige Kondensmilch, die wunderbar schmeckt, vielseitig verwendet werden kann und ganz ohne unnötige Zusätze auskommt. Genau deshalb gehört dieses Rezept inzwischen zu meinen liebsten Küchenklassikern und wird sicherlich noch viele Jahre einen festen Platz in meiner Rezeptsammlung behalten.
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