Das zweite Anzeichen: Wie sie reagieren, wenn etwas schiefgeht
Der zweite gewaltige Hinweis offenbart sich, wenn das Leben frustrierend oder unbequem wird.
Es ist leicht, emotional reif zu wirken, solange alles glatt läuft. Aber wie reagieren sie, wenn die Dinge absolut miserabel werden?
Im Flugzeug festzusitzen, weil ein Flug Verspätung hat.
Warten in einer riesigen, sich nur langsam vorwärts bewegenden Schlange.
Eine verpatzte Bestellung in einem Restaurant.
Ein Projekt, das auf der Arbeit komplett scheitert.
Unerwünschte Kritik, die aus dem Nichts kommt.
Diese kleinen Frustrationen machen einen großen Unterschied darin, ob jemand unreif reagiert, indem er andere beschuldigt, oder ob er die Situation einfach akzeptiert und versucht, das Problem zu lösen.
Psychologen betrachten die Emotionsregulation als ein wichtiges Maß für psychische Reife. Die Fähigkeit, Stress ohne Aggression zu bewältigen, zeugt von Selbstwahrnehmung und guten Bewältigungsstrategien. Studien belegen, dass Empathie als angeborener Stresspuffer wirkt und Wut und Konflikte in Stresssituationen minimiert.
Jung beobachtete zudem, dass Stress und Druck dazu neigen, Persönlichkeitsmerkmale zum Vorschein zu bringen, die in der Komfortzone verborgen bleiben. Die Maske fällt, wenn es brenzlig wird.
Das heißt nicht, dass gute Menschen nie wütend werden. Wir alle verlieren mal die Beherrschung, und jeder ist hin und wieder frustriert und erschöpft. Es kommt aber immer darauf an, was als Nächstes passiert.
Erkennen sie ihr Verhalten an?
Entschuldigen sie sich dafür?
Versuchen sie, etwas daraus zu lernen?
Oder bleiben sie stur und behaupten, es sei immer die Schuld von jemand anderem?
Diese grundlegenden Gewohnheiten werden viel mehr offenbaren als jahrelange höfliche Smalltalks.
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