Die schwere Zeit danach

Wer glaubt, dass Abstinenz automatisch zu Leichtigkeit führt, bekommt durch Otts Schilderung ein anderes Bild. Der Verzicht auf Alkohol und Nikotin habe ihr nicht nur geholfen, sondern sie zunächst auch in eine schwierige seelische Lage gebracht. Sie rutschte nach eigener Darstellung in eine Depression.
In dieser Zeit suchte sie sich professionelle Unterstützung. Besonders bemerkenswert ist ihr Blick auf frühere Gewohnheiten: Alkohol und Zigaretten seien für sie „Möchtegernstützen“ gewesen. Heute setzt sie stattdessen auf medizinische Hilfe und sagt über ihre Medikamente: „Die nehme ich jetzt, und das funktioniert ganz hervorragend.“ Genau darin liegt eine zentrale Botschaft ihrer Geschichte: Nicht Verdrängung, sondern Hilfe und Klarheit haben den Unterschied gemacht.
Zum Schluss bleibt die entscheidende Frage: Wo steht Kerstin Ott heute wirklich?
Ihr heutiges Fazit

Nach all den Rückschlägen, Versuchungen und harten Umstellungen zieht Kerstin Ott nun eine überraschend positive Bilanz. Trotz des schweren Weges scheint sie an einem Punkt angekommen zu sein, den sie sich früher womöglich selbst kaum vorstellen konnte.
Ihr Fazit fällt deutlich aus: „Ich bin richtig glücklich und tief zufrieden.“ Gerade weil zuvor von Rückfallgefahr, Traurigkeit und Depression die Rede war, bekommt dieser Satz ein besonderes Gewicht. Am Ende bleibt damit nicht nur die Erkenntnis, wie ernst ihre Vergangenheit war – sondern auch, wie entschlossen sie heute ihr neues Leben schützt.
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