Seine Kindheit wurde vom Krieg überschattet
Image: AI
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Geboren wurde der spätere Monarch am 21. Februar 1937 auf Gut Skaugum.
Er war das jüngste von drei Kindern seiner Eltern. Seine beiden älteren Schwestern waren bereits einige Jahre vor ihm geboren worden.
Aufgrund der damaligen Regelungen der norwegischen Thronfolge rückte er dennoch früh in eine entscheidende Position innerhalb der königlichen Familie.
Doch seine zunächst behütete Kindheit endete abrupt mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Die königliche Familie musste aus Norwegen fliehen.
Zunächst führte der Weg nach Schweden. Später gingen die Kronprinzessin und ihre Kinder in die Vereinigten Staaten, während andere Familienmitglieder nach London gingen.
Bis 1945 lebte der junge Prinz in Washington, D.C.
Erst im Mai 1945 kehrte er gemeinsam mit seiner Familie nach Norwegen zurück.
Dort wartete ein vergleichsweise ungewöhnlicher Alltag auf ihn.
Er gehörte zu den ersten Thronerben weltweit, die eine ganz normale Schule besuchten.
Während andere royale Kinder im Schloss unterrichtet wurden, ging er mit einem Schulranzen in eine gewöhnliche Volksschule und später aufs Gymnasium.
Lediglich ein einzelner Wachposten begleitete seinen Alltag.
Doch aus dem Jungen sollte später eine der beliebtesten Persönlichkeiten seines Landes werden.
Jetzt ist klar, um wen Norwegen trauert
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Bei dem verstorbenen Monarchen handelt es sich um König Harald V. von Norwegen.
Seit 1991 stand er an der Spitze des norwegischen Königshauses.
Mehr als drei Jahrzehnte lang begleitete er das Land durch politische, gesellschaftliche und persönliche Krisen.
Seinen Weg auf den Thron hatte er früh eingeschlagen.
Nach seinem Abitur im Jahr 1955 begann Harald zunächst eine militärische Ausbildung. Er besuchte die norwegische Kavallerieoffiziersschule und schloss später die Militärakademie ab.
Anschließend zog es ihn nach England.
In Oxford studierte er Sozialwissenschaften, Geschichte und Wirtschaft.
Als sein Großvater starb und sein Vater König wurde, rückte Harald zum Thronfolger auf.
Seine Verpflichtungen gegenüber der Krone nahm er ernst.
Doch für sein privates Glück war er offenbar sogar bereit, weitreichende Konsequenzen zu ziehen.
Denn Ende der 1950er-Jahre trat eine Frau in sein Leben, die alles verändern sollte.
Für die Liebe wollte er alles riskieren
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1959 lernte der norwegische Kronprinz auf einer Party Sonja Haraldsen kennen.
Es soll Liebe auf den ersten Blick gewesen sein.
Doch die Beziehung stellte die beiden zunächst vor große Herausforderungen.
Harald nahm seine Aufgabe als künftiger Monarch zwar ernst, stellte sein persönliches Glück jedoch nicht einfach hinten an.
Seine Liebe zu Sonja sollte schließlich zu einer der bekanntesten königlichen Liebesgeschichten Europas werden.
Als König setzte sich Harald später für verschiedene gesellschaftliche Themen ein.
Besonders das Wohl von Kindern und benachteiligten Menschen lag ihm am Herzen.
Auch Umweltschutz, Natur und Sport spielten in seinem Leben eine wichtige Rolle.
Seine Landsleute schätzten jedoch vor allem eine weitere Eigenschaft: seinen Humor.
Unvergessen blieb beispielsweise ein Interview, in dem er seine Ehefrau Sonja liebevoll als „Troll“ bezeichnete – und anschließend selbst herzlich darüber lachte.
Doch Harald zeigte sich nicht nur in unbeschwerten Momenten offen.
Auch in schwierigen Zeiten seiner eigenen Familie suchte er regelmäßig den Kontakt zur Öffentlichkeit.
Seine Worte bleiben in Erinnerung
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Mehr als 35 Jahre lang stand Harald V. im Mittelpunkt des norwegischen Königshauses.
Während dieser Zeit erlebte seine Familie zahlreiche schwierige und öffentlich diskutierte Momente.
Als sein ehemaliger Schwiegersohn Ari Behn im Jahr 2019 starb, seine Tochter Prinzessin Märtha Louise sich später von ihren königlichen Verpflichtungen zurückzog und weitere familiäre Probleme öffentlich wurden, suchte Harald nicht die Distanz.
Er stellte sich den schwierigen Situationen.
Dabei versuchte er, Kritik und persönliches Verständnis miteinander zu verbinden.
Besonders ein Satz aus seiner Neujahrsansprache im Jahr 2025 bleibt in Erinnerung:
„Menschen machen Fehler. Wir versuchen, aus ihnen zu lernen“
Für viele Norweger fasste diese Haltung zusammen, was ihn ausmachte.
Harald V. galt als Monarch, der nicht nur repräsentieren wollte, sondern auch in schwierigen Zeiten klare Worte fand.
Er zeigte Emotionen, sprach offen und versuchte, seinem Volk nahe zu bleiben.
Nun ist eine außergewöhnlich lange Ära zu Ende gegangen.
König Harald V. wurde 89 Jahre alt.
Er hinterlässt nicht nur seine Familie, sondern auch ein Land, das über Jahrzehnte eng mit seiner Geschichte verbunden war.
So dürfte Harald V. vielen Menschen in Erinnerung bleiben: als König, der seine Aufgabe ernst nahm – und gleichzeitig immer versuchte, Mensch zu bleiben.