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Rosmarin (Rosmarinus officinalis): Die aromatische Heilpflanze mit langer Tradition für Wohlbefinden und natürliche Unterstützung

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Zutaten
1 Esslöffel frische oder getrocknete Rosmarinblätter

250 ml kochendes Wasser

Optional:

etwas Honig,

eine kleine Zitronenscheibe,

einige Blätter Minze.

Zubereitung
Bringen Sie das Wasser vollständig zum Kochen.

Geben Sie den frischen oder getrockneten Rosmarin in eine Tasse oder eine kleine Teekanne.

Übergießen Sie die Kräuter mit dem heißen Wasser.

Decken Sie die Tasse ab. Dadurch bleiben mehr aromatische Bestandteile im Aufguss erhalten.

Lassen Sie den Tee etwa 8 bis 10 Minuten ziehen.

Seihen Sie die Rosmarinblätter anschließend sorgfältig ab.

Trinken Sie den Tee langsam und vorzugsweise warm.

Geschmack verbessern
Rosmarintee besitzt von Natur aus einen intensiven und leicht bitteren Geschmack. Falls Ihnen der Aufguss zu kräftig ist, können Sie beim nächsten Mal weniger Rosmarin verwenden oder die Ziehzeit verkürzen.

Eine kleine Menge Honig kann die herbe Note mildern. Auch ein Spritzer Zitronensaft oder eine Scheibe Orange passt geschmacklich gut zum Rosmarin.

Traditionelle Anwendung
In der Volksheilkunde werden häufig ein bis zwei Tassen Rosmarintee über den Tag verteilt verwendet. Sehr große Mengen sind nicht notwendig. Besonders empfindliche Personen sollten zunächst mit einer kleinen Tasse beginnen.

Der Tee wird traditionell häufig nach einer Mahlzeit getrunken. Er sollte jedoch nicht als dauerhafte Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Schmerzen oder anderen Erkrankungen angesehen werden.

Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.

2. Rosmarin-Massageöl
Ein selbst gemachtes Rosmarin-Massageöl kann für sanfte Massagen verwendet werden. Es besitzt einen angenehmen Kräuterduft und eignet sich besonders für eine entspannende Massage nach einem langen Tag.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem angesetzten Rosmarinöl und ätherischem Rosmarinöl. Bei einem angesetzten Öl werden Rosmarinblätter über einen längeren Zeitraum in einem Pflanzenöl eingelegt. Ätherisches Rosmarinöl ist dagegen hoch konzentriert und muss vor der Anwendung immer stark verdünnt werden.

Zutaten für angesetztes Rosmarinöl
1 Tasse getrocknete Rosmarinblätter

2 Tassen Olivenöl, Mandelöl oder Jojobaöl

1 sauberes und vollständig trockenes Schraubglas

1 dunkle Glasflasche zur Aufbewahrung

Zubereitung
Achten Sie darauf, dass das Schraubglas sauber und vollständig trocken ist.

Geben Sie die getrockneten Rosmarinblätter in das Glas.

Übergießen Sie die Kräuter vollständig mit dem ausgewählten Pflanzenöl.

Der Rosmarin sollte komplett mit Öl bedeckt sein.

Verschließen Sie das Glas sorgfältig.

Stellen Sie es für etwa zwei bis drei Wochen an einen warmen, aber nicht zu heißen Ort.

Schütteln Sie das Glas einmal täglich vorsichtig.

Filtern Sie das Öl nach der Ziehzeit durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch.

Füllen Sie das fertige Rosmarinöl in eine dunkle Flasche.

Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Herstellungsdatum.

Anwendung
Geben Sie eine kleine Menge des Öls in die Handflächen.

Reiben Sie die Hände kurz aneinander, um das Öl leicht zu erwärmen.

Massieren Sie es mit sanften, kreisenden Bewegungen in die gewünschte Hautregion ein.

Vermeiden Sie starken Druck, insbesondere bei empfindlichen oder schmerzenden Stellen.

Waschen Sie anschließend die Hände, damit kein Öl versehentlich in die Augen gelangt.

Wichtige Hinweise
Tragen Sie das Öl nicht auf offene Wunden, gereizte Haut oder entzündete Hautstellen auf.

Testen Sie vor der ersten Anwendung eine kleine Menge in der Armbeuge.

Bei Rötungen, Brennen, Juckreiz oder anderen Hautreaktionen sollte die Anwendung sofort beendet werden.

Das Öl ist ausschließlich zur äußerlichen Anwendung bestimmt.

3. Rosmarinbad für eine aromatische Auszeit
Ein warmes Kräuterbad mit Rosmarin kann eine angenehme Möglichkeit sein, nach einem anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen. Der kräftige Duft verteilt sich im warmen Wasser und sorgt für ein mediterranes Aroma.

Zutaten
3 bis 4 Esslöffel getrocknete Rosmarinblätter

1 Liter heißes Wasser

Optional:

2 Esslöffel Lavendelblüten,

eine Handvoll Badesalz,

ein Baumwollsäckchen oder ein Teefilter.

Zubereitung
Bringen Sie einen Liter Wasser zum Kochen.

Geben Sie den Rosmarin in einen Topf oder eine hitzebeständige Schüssel.

Übergießen Sie die Kräuter mit dem heißen Wasser.

Decken Sie das Gefäß ab.

Lassen Sie den Aufguss etwa 15 Minuten ziehen.

Seihen Sie den Rosmarin gründlich ab.

Geben Sie den Kräuteraufguss in das warme Badewasser.

Anwendung
Baden Sie etwa 10 bis 15 Minuten im angenehm warmen Wasser. Die Temperatur sollte nicht zu heiß sein.

Nutzen Sie die Badezeit zum ruhigen Atmen und Entspannen. Nach dem Bad sollten Sie langsam aus der Wanne aufstehen, da warmes Wasser bei manchen Menschen Kreislaufbeschwerden verursachen kann.

Anschließend können Sie sich warm anziehen und noch einige Minuten ruhen

Alternative als Fußbad
Falls ein Vollbad nicht möglich ist, kann der gleiche Rosmarinaufguss auch für ein Fußbad verwendet werden.

Geben Sie den abgeseihten Aufguss in eine Schüssel mit warmem Wasser und baden Sie die Füße etwa 10 bis 15 Minuten darin. Ein Rosmarin-Fußbad kann besonders nach langem Stehen oder Gehen als angenehm empfunden werden.

4. Rosmarinwasser für Haare und Kopfhaut
Rosmarinwasser wird traditionell als einfache Haarspülung verwendet. Viele Menschen schätzen den frischen Duft und das gepflegte Gefühl nach der Anwendung.

Es ist jedoch wichtig, realistische Erwartungen zu haben. Rosmarinwasser ist kein garantiertes Mittel gegen Haarausfall und kann keine medizinisch bedingten Haar- oder Kopfhautprobleme behandeln.

Zutaten
2 Esslöffel frische oder getrocknete Rosmarinblätter

500 ml Wasser

1 saubere Flasche oder Sprühflasche

Zubereitung
Bringen Sie das Wasser zum Kochen.

Geben Sie den Rosmarin hinzu.

Lassen Sie die Mischung bei niedriger Hitze etwa 5 Minuten leicht köcheln.

Nehmen Sie den Topf vom Herd.

Decken Sie ihn ab und lassen Sie das Rosmarinwasser weitere 15 bis 20 Minuten ziehen.

Seihen Sie die Kräuter sorgfältig ab.

Lassen Sie die Flüssigkeit vollständig abkühlen.

Füllen Sie das Rosmarinwasser in eine saubere Flasche.

Anwendung als Haarspülung
Waschen Sie die Haare wie gewohnt.

Verteilen Sie das abgekühlte Rosmarinwasser langsam auf Haaren und Kopfhaut.

Massieren Sie die Kopfhaut für etwa eine Minute vorsichtig mit den Fingerspitzen.

Das Rosmarinwasser kann anschließend mit klarem Wasser ausgespült werden. Manche Menschen lassen es auch im Haar, sofern die Kopfhaut es gut verträgt.

Haltbarkeit
Da selbst gemachtes Rosmarinwasser keine Konservierungsstoffe enthält, sollte es im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Wenn sich Geruch, Farbe oder Konsistenz verändern, sollte die Flüssigkeit entsorgt werden.

Weitere Möglichkeiten, Rosmarin zu verwenden
Neben den vier klassischen Formeln kann Rosmarin auf viele weitere Arten genutzt werden.

Rosmarin in der Küche
Rosmarin passt besonders gut zu:

Kartoffeln,

Ofengemüse,

Brot und Focaccia,

Tomatengerichten,

Hülsenfrüchten,

Fisch,

Geflügel,

Lamm,

Suppen,

Marinaden,

Olivenöl.

Da das Aroma sehr intensiv ist, sollte Rosmarin sparsam dosiert werden. Frische Zweige können beim Kochen mitgegart und vor dem Servieren entfernt werden.

Getrocknete Rosmarinblätter sollten fein zerstoßen werden, da sie relativ fest und nadelartig sind.

Aromatisiertes Rosmarinöl für die Küche
Für ein einfaches Würzöl können frische Rosmarinzweige kurz gewaschen und anschließend sehr gründlich getrocknet werden. Feuchtigkeit im Öl kann die Haltbarkeit beeinträchtigen.

Zur sicheren Aufbewahrung sollte selbst gemachtes Kräuteröl kühl gelagert und zügig verbraucht werden. Frische Kräuter in Öl sollten nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen.

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