Die akribische Spurensuche

Gerichtsmediziner sicherten winzige Fasern aus einem Pferdeunterstand, technisches Personal vermasselte eine weiträumige Drohnenaufnahme des Geländes, und Spezialeinheiten führten einen Massen-DNA-Test durch. Mehr als 2 000 Männer wurden gebeten, Speichel abzugeben; 1 400 kamen freiwillig, der Rest wurde einzeln überprüft. Keiner passte ins Raster.
Die Ermittler gaben nicht auf: Sie rekonstruierten Bewegungsprofile, suchten nach seltenen Pollen an der Kleidung des Mädchens und werteten Mobilfunkdaten aus. Doch der Täter blieb wie vom Erdboden verschluckt – bis heute.
7 500 Euro Hoffnung

Jetzt setzen Fahnder auf einen neuen Hebel: 7 500 Euro Kopfgeld für den entscheidenden Hinweis. Eine Summe, die nicht nur potenzielle Tippgeber locken soll, sondern auch den Druck in der Dorfgemeinschaft erhöht. Wer schweigt, könnte plötzlich ins Visier geraten; wer redet, könnte binnen Stunden zum Schlüsselzeugen werden.
Passend dazu wird der Fall heute Abend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ neu aufgerollt. Millionen Zuschauer sehen das Phantombild, hören den verzweifelten Appell der Eltern – und vielleicht sitzt irgendwo ein Mensch vor dem Fernseher, der mehr weiß, als er bislang zugeben wollte.
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