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Derjenige, den du kanntest…

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Ein Anruf, den ich nie hätte tätigen sollen … oder vielleicht doch.

Am nächsten Morgen siegte meine Neugier. Ich wählte die Nummer. Er meldete sich sofort, als hätte er stundenlang gewartet. Dann nannte er einen Namen. Nur einen. Thomas, mein Ex-Mann.

Mir stockte der Atem. Sieben Jahre waren vergangen. Sieben Jahre Schweigen nach einer schmerzhaften Scheidung. Keine Kinder, keine Bindungen, nur ein endgültiger Schnitt. Die Leute sagten, es ginge mir besser. Und das stimmte … oberflächlich betrachtet.

Als Julien mir sagte: „Er war mein Vater“, begriff ich, dass nichts jemals wieder einfach sein würde.

Eine Wahrheit, die zu spät kam.

Er hatte sie erst vor Kurzem erfahren. Nach Thomas’ Tod, nach dem Tod dieses Mannes, den ich einst so sehr geliebt hatte, hallte das Wort „verstorben“ mit unerwarteter Wucht in mir wider. Er starb im Februar. Es war bereits Juni. Die ganze Zeit hatte ich nichts gewusst.

Er lebte weit weg, malte, hatte sich von der Welt zurückgezogen. Und vor allem hatte er eine Kiste hinterlassen. Eine Kiste voller Erinnerungen, Fotos … und einem Brief, auf dem mein Name stand.

Wir verabredeten uns.

Eine Ähnlichkeit, die man nicht übersehen konnte.

Als Julien in dem gemütlichen kleinen Café eintrat, sank mir das Herz. Die gleichen Augenbrauen, der gleiche ruhige, aufmerksame Blick. Er reichte mir einen abgenutzten Umschlag. Die Handschrift war vertraut. Zu vertraut.