Nach ĂŒber dreiĂig Jahren Teilnahme an den EnfoirĂ©s-Konzerten wird Patrick Bruel nicht an den fĂŒr Januar 2027 geplanten Shows teilnehmen. Diese Entscheidung wurde in einem besonders heiklen Kontext fĂŒr den SĂ€nger bekannt gegeben, der mit zahlreichen VorwĂŒrfen sexueller Ăbergriffe konfrontiert ist, die er entschieden zurĂŒckweist, die seine Kollegen aber scheinbar nicht ĂŒberraschen.
Die EnfoirĂ©s mĂŒssen auf Patrick Bruel verzichten. Der SĂ€nger, der seit 1993 Mitglied der Gruppe ist, wird an der nĂ€chsten Konzertreihe zugunsten der französischen Tafel Les Restos du CĆur, die Anfang 2027 beginnt, nicht teilnehmen. Diese Information, die  Mediapart   am 29. Mai veröffentlichte, wurde von der Tafel umgehend bestĂ€tigt. ZunĂ€chst kursierten verschiedene Versionen ĂŒber die UmstĂ€nde seines RĂŒckzugs. Laut RTL erfolgte die Entscheidung auf Initiative des KĂŒnstlers, um die EnfoirĂ©s und Les Restos du CĆur nicht in eine schwierige Lage zu bringen. Diese Version bestĂ€tigte auch Anne Marcassus, die kĂŒnstlerische Leiterin der Show, gegenĂŒber der AFP. Die Tafel stellte jedoch klar, dass der Ausschluss tatsĂ€chlich  âauf seinen Wunsch â erfolgte .
Seit Beginn der AffĂ€re reichten die Reaktionen in der Kunstszene von Vorsicht und Verlegenheit bis hin zu abwartendem Verhalten. Nur wenige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben sich öffentlich gegen den SĂ€nger von â  Qui a le droitâ  â der als unschuldig gilt â ausgesprochen, doch die wachsende Zahl an Aussagen, darunter die von Flavie Flament im Mai, wirft viele Fragen auf. Laut  Paris Match soll ein Mitglied von Les EnfoirĂ©s unter Zusicherung der AnonymitĂ€t anvertraut haben:  âWas Patrick passiert, hĂ€tte ihm schon lĂ€ngst passieren können.â  Diese Aussage bringt die Unruhe einiger seiner ehemaligen Kollegen von Les EnfoirĂ©s zum Ausdruck. Ohne die Unschuldsvermutung in Frage zu stellen, rĂ€umen manche ein, dass Patrick Bruels Ruf als Frauenheld in der Branche seit vielen Jahren bekannt war.