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Wie man Unkraut natürlich beseitigt: 60 Cent reichen aus

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Unkraut zwischen Pflastersteinen, auf der Terrasse oder in den kleinen Fugen vor dem Haus kennt wahrscheinlich fast jeder. Gerade hat man alles sauber gemacht, ein paar Tage später entdeckt man schon wieder die ersten grünen Blätter. Besonders ärgerlich ist es, wenn sich die Pflanzen genau dort festsetzen, wo man mit der Hand nur schwer herankommt. Zwischen schmalen Pflasterfugen können sich die Wurzeln erstaunlich gut halten, und einfaches Herausziehen bringt häufig nur für kurze Zeit Ruhe.

Viele greifen deshalb irgendwann zu einem fertigen Unkrautvernichter. Doch bevor man für jedes kleine Büschel ein spezielles Mittel kauft, lohnt sich ein Blick in den eigenen Haushalt. Ein einfaches Produkt, das bei vielen ohnehin im Küchenschrank steht, wird immer wieder als günstiger Helfer gegen unerwünschtes Grün genannt: Natron.

Eine kleine Packung kostet oft nur wenig Geld. Deshalb hört man gelegentlich von einem „60-Cent-Trick“ gegen Unkraut. Ganz so magisch, wie manche Überschriften versprechen, ist die Sache natürlich nicht. Trotzdem kann Natron bei bestimmten jungen Pflanzen und kleinen Flächen durchaus interessant sein.

Entscheidend ist, zu verstehen, wo und wie man es sinnvoll einsetzen kann – und wo man besser zu einer anderen Methode greift.

Warum Unkraut in Pflasterfugen so hartnäckig ist

Wer einen Garten besitzt oder einen gepflasterten Hof sauber halten möchte, kennt das Problem. Selbst wenn zwischen den Steinen zunächst kaum Erde sichtbar ist, sammelt sich mit der Zeit genügend Material an. Staub, Sand, winzige Pflanzenreste und Feuchtigkeit bilden eine dünne Schicht, in der Samen keimen können.

Der Wind trägt neue Samen heran, Vögel verteilen sie und manchmal gelangen sie sogar über die Schuhsohlen auf die Fläche.

Ein kleiner Regenschauer genügt dann häufig.

Zuerst erscheint nur ein winziger grüner Trieb. Lässt man ihn einige Wochen wachsen, entwickelt sich daraus möglicherweise eine Pflanze mit einem erstaunlich kräftigen Wurzelsystem. Beim Herausziehen reißt dann nur der obere Teil ab, während ein Stück der Wurzel in der Fuge zurückbleibt.

Kurze Zeit später wächst alles erneut.

Genau deshalb wirkt das Unkraut auf gepflasterten Flächen manchmal so, als würde es über Nacht zurückkommen.

Am einfachsten ist die Bekämpfung deshalb immer dann, wenn die Pflanzen noch jung sind. Ein kleiner Sämling lässt sich wesentlich leichter entfernen als ein Löwenzahn, dessen Wurzel bereits tief zwischen den Steinen sitzt.

Der einfache Haushaltstrick mit Natron

Natron kennen die meisten Menschen aus der Küche oder vom Putzen. Es handelt sich um Natriumhydrogencarbonat. Man sollte es übrigens nicht automatisch mit jedem handelsüblichen Backpulver gleichsetzen: Backpulver enthält neben Natriumhydrogencarbonat normalerweise noch weitere Bestandteile.

Für diesen Haushaltstrick ist reines Natron gemeint.

Die Idee dahinter ist einfach. Eine konzentrierte Natronlösung verändert die Bedingungen unmittelbar an den behandelten Pflanzen und kann insbesondere empfindliche, junge Unkräuter austrocknen beziehungsweise schädigen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass man einfach große Mengen Natron über den gesamten Garten verteilen sollte.

Im Gegenteil.

Natron unterscheidet nicht zwischen einer Pflanze, die wir als Unkraut betrachten, und einer Pflanze, die wir bewusst gepflanzt haben. Gelangt eine ausreichend konzentrierte Lösung auf Blumen, Kräuter oder andere Gartenpflanzen, können auch diese Schaden nehmen.

Deshalb eignet sich diese Methode eher für eine sehr gezielte Behandlung einzelner Pflanzen als für großflächiges Verteilen.

Was man dafür benötigt

Die Zutatenliste könnte kaum kürzer sein.

Für eine einfache Mischung benötigt man:

etwa 1 Liter warmes Wasser
ungefähr 1–2 Teelöffel reines Natron
einen geeigneten Behälter oder eine Sprühflasche

Mehr braucht man für einen ersten Versuch nicht.

Bei hartnäckigen Pflanzen bringt es wenig, sofort extrem viel Natron einzusetzen. Besser ist es, zunächst eine moderate Mischung auszuprobieren und das Ergebnis nach einigen Tagen zu beobachten.

Außerdem sollte man bedenken, dass eine Sprühflasche zwar bequem ist, bei Wind aber schnell auch benachbarte Pflanzen getroffen werden können. Bei einzelnen Pflanzen zwischen Pflastersteinen kann es daher sinnvoller sein, die Lösung vorsichtig direkt aufzutragen.

So wird die Natronlösung vorbereitet

Zunächst wird ungefähr ein Liter Wasser erwärmt. Es muss nicht kochen. Warmes Wasser reicht vollkommen aus und erleichtert lediglich das Auflösen des Natrons.

Anschließend gibt man ein bis zwei Teelöffel Natron hinein und rührt die Mischung gründlich um.

Nach kurzer Zeit sollte das Pulver weitgehend gelöst sein.

Die Flüssigkeit lässt man anschließend etwas abkühlen, wenn man sie in eine Kunststoff-Sprühflasche füllen möchte.

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